Hemmerswiler Käser in Frankreich vermisst

AMRISWIL. In banger Sorge um einen Sohn ist die Familie Schmid zu «Kreuz» in Hemmerswil. Herr Jacques Schmid betreibt mit seinem Bruder in Allanche (Departement Cantal), einem ziemlich weit im Süden von Frankreich gelegenen Ort, eine Käserei.

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AMRISWIL. In banger Sorge um einen Sohn ist die Familie Schmid zu «Kreuz» in Hemmerswil. Herr Jacques Schmid betreibt mit seinem Bruder in Allanche (Departement Cantal), einem ziemlich weit im Süden von Frankreich gelegenen Ort, eine Käserei. Während der Bruder dort blieb, kehrte Jacques Schmid bei Ausbruch des Krieges nach Haus zurück, um mit der Guidenkompagnie 7 als Korporal an die Grenze zu ziehen.

Noch während des Dienstes im Oktober erhielt er einige Wochen Urlaub, um in Allanche nach dem Rechten zu sehen. Wohlbehalten kehrte er zurück, um zwischen Weihnachten und Neujahr die Reise noch einmal zu machen.

Freitag, den 26. März, verreiste er zum dritten Mal, auch diesmal wie auf den beiden vorhergehenden Reisen über Pontarlier-Paris, wo er geschäftlich sich aufhalten wollte. Der direkte Weg wäre über Genf-Lyon. Herr Schmid ist nun weder in Paris noch in Allanche eingetroffen, und alle Nachforschungen, die bis jetzt angestellt worden sind, waren vergebens. Nachdem sich auch der französische Konsul in Bern und das schweizerische Konsulat in Paris der Sache angenommen haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Vermisste sich durch irgendetwas verdächtig gemacht hat und von den Franzosen eingesteckt worden ist, wobei allerdings merkwürdig wäre, dass es dem intelligenten Mann nicht gelungen sein sollte, seinen Angehörigen ein Lebenszeichen zukommen zu lassen.

Die vielen Bekannten des sehr sympathischen jungen Mannes werden sich dem Wunsche anschicken, es möge bald Licht in die mysteriöse Angelegenheit kommen.

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