Hekler lässt sich nicht beirren

GÜTTINGEN. Der Güttinger Gemeindeammann-Kandidat Beat Hekler nimmt auf seiner Homepage Stellung zu in einem E-Mail geäusserten Vorwürfen. Das Wahlkomitee habe seine Referenzen überprüft.

Martina Eggenberger Lenz
Merken
Drucken
Teilen
Beat Hekler ist überzeugt, dass nur er als externer Kandidat Ruhe nach Güttingen bringen kann. (Bild: Reto Martin)

Beat Hekler ist überzeugt, dass nur er als externer Kandidat Ruhe nach Güttingen bringen kann. (Bild: Reto Martin)

GÜTTINGEN. Gegenwind gehört zum Wahlkampf. Da ist sich Beat Hekler sicher. Darum will er auch nicht in Panik geraten wegen der Vorfälle der letzten Tage. Der Unternehmensberater aus Aadorf ist nach wie vor der einzige offizielle Kandidat für die Gemeindeammannwahl vom 22. September. Dass eine unbekannt grosse Gruppe derweil hinter den Kulissen einen anderen Anwärter sucht, hat daran bislang nichts geändert.

Gruppe will zweiten Wahlgang

Auslöser für die Unruhe war die Frage eines gut vernetzten Stimmbürgers an der Podiumsveranstaltung nach Heklers Referenzen. In einem E-Mail, das mittlerweile im Dorf kursiert, berichtet die gleiche Person, dass sie Referenzen über Hekler eingeholt habe, die «vernichtend» gewesen seien. Der Autor kritisiert, Hekler habe die väterliche Fensterbaufirma in den Konkurs geführt. Die einzige belegbare Tätigkeit des Kandidaten in jüngster Vergangenheit sei der Einsatz als Gemeindepolizist. Zum Schluss folgt der Aufruf, einen zweiten Wahlgang zu provozieren, indem man einen beliebigen Namen auf den Wahlzettel schreibe.

Keine öffentlichen Referenzen

In der Tat ist es für die Öffentlichkeit schwierig, Heklers Referenzen zu überprüfen. Er selbst sagt, dass er Namen seiner Kunden nicht nenne, da es sich um Private, Klein- und Kleinstunternehmen handle. Seine Diskretion sei kein Makel, sondern zeige, wie seriös er arbeite. Dem überparteilichen Wahlkomitee habe er drei Referenzen angegeben. Die Referenzen seien durch das Komitee überprüft worden.

Zum Konkurs der väterlichen Firma erklärt Hekler auf seiner Homepage, dass er diese wegen der Krebserkrankung des Vaters übernommen habe. Der Vater habe bereits länger vorgehabt, die Firma zu liquidieren. Daher habe man keine Investitionen getätigt oder Reserven gebildet, was den Fortbestand des Unternehmens nicht möglich machte.

«Alles gesagt»

Hekler erklärt auf seiner Homepage auch, in welchen Zeiträumen er wo als Gemeindepolizist tätig war und von jeweils welcher Seite die Mandatsverhältnisse gekündigt wurden. Auf der Internetseite gibt es inzwischen über 20 – auch kritische – Fragen von Bürgern, die der Gemeindeammann-Kandidat in sachlichem Ton beantwortet. Weiter wolle er auf die Vorwürfe nicht reagieren. «Ich habe mich genug erklärt», sagt Beat Hekler.