Heizwerk-Festival: Stadt macht Sicherheitsauflagen

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Arbon «Erst wenn das Sicherheitsdispositiv durch die Veranstalter eingereicht ist und sämtliche Vorgaben erfüllt sind, wird der Stadtrat die Bewilligung zur Durchführung erteilen», versichert der zuständige Stadtrat Konrad Brühwiler. Reto Gmür, Mitglied der SVP-Fraktion im Parlament, hatte Bedenken bezüglich der Sicherheit beim geplanten Heizwerk-Festival vom 2. bis 6. August angemeldet. Zum einen mache das Gebäude einen «baufälligen» Eindruck, zum andern sei das Gelände «eingeklemmt zwischen Bahnlinie und neuer Kantonsstrasse»; es bestehe auch «keine richtige Zufahrt».

Goodwill – aber nicht einfach durchwinken

Die Stadt Arbon ist mit den Veranstaltern, jungen Kulturmachern, die bis vor einem Jahr im Triebwerk engagiert waren, seit einem halben Jahr im Gespräch. Am 3. Mai hätten sie dann formell um eine Bewilligung ersucht für den grossen Kulturanlass, den sie seit letztem Herbst planen, zeigte der Vorsteher des Ressorts Einwohner/Sicherheit die Vorgeschichte auf. Im April haben die Kulturveranstalter ihren Event öffentlich angekündigt und das Programm vorgestellt. Mit von der Partie ist neben anderen Stiller Has. Die Veranstalter in spe loben den Goodwill, den die Stadt ihnen bisher entgegengebracht hat, im Bemühen, die Arboner Kulturlandschaft zu bereichern und um ein paar Grade anzuheizen.

Gegenüber Gmür macht Brühwiler deutlich, dass man das Gesuch nicht einfach durchwinke. Gastgewerbegesetzliche Bestimmungen, Verkehr, Parkierung – all dies müsse eingehalten und sichergestellt werden. «Wir sind uns der geografischen «Sandwich-Situation» wohl bewusst», sagt Brühwiler. Die Veranstalter seien angehalten, einen Verkehrsdienst aufzuziehen.

Auch gelte es sicherzustellen, dass keine Besucher die Gleisanlagen überqueren «und niemand einer Gefahr ausgesetzt ist». Die Organisatoren hätten ebenso einen Versicherungsnachweis vorzulegen. Das Heizwerk mit dem Umgelände ist immer noch im Eigentum der HRS, die es der Stadt abtreten wird. Eine Haftungsfrage bei einem möglichen Zwischenfall ergebe sich für die Stadt nicht, so Brühwiler. «Bei einem Unfall haftet ausschliesslich der Veranstalter.» Dieser sei dabei, ein Sicherheitsdispositiv zu erarbeiten. (me)

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