Heinz Bochsler zieht in den Verwaltungsrat ein

Wenn die Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell ihre Generalversammlung abhält, dann genügt ein Saal in einer Dorfbeiz schon lange nicht mehr. 610 Mitglieder trafen sich zur diesjährigen GV im Amriswiler Pentorama.

Hugo Berger
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Wenn die Raiffeisenbank Zihlschlacht-Muolen-Bischofszell ihre Generalversammlung abhält, dann genügt ein Saal in einer Dorfbeiz schon lange nicht mehr. 610 Mitglieder trafen sich zur diesjährigen GV im Amriswiler Pentorama. Und einmal mehr wurden Genossenschafter vor dem feinen Nachtessen mit Erfolgsmeldungen verwöhnt.

Mitgliederzahl gesteigert

Bankleiter Rolf Müller berichtete, dass die Anzahl der Mitglieder um 85 Personen auf 5240 angestiegen sei. Die Bilanzsumme habe sich gegenüber dem Vorjahr um 6,5 Prozent oder über 35 Mio. Franken erhöht. «Wir streben aber nicht nach Wachstum, sondern hauptsächlich nach Qualität», betonte Müller.

Der Bruttogewinn liegt mit 2,8 Mio. Franken um knapp 290 000 Franken tiefer als im Vorjahr. Die Mehrkosten werden hauptsächlich zwei Faktoren zugeschrieben: 100 000 Franken wurden in die Arbeitgeberstiftung einbezahlt und 160 000 Franken kostete der Projektwettbewerb für den Neubau in Bischofszell.

Die Jahresrechnung und die Verzinsung der Anteilscheine zu 6 Prozent (wie bisher) wurden einstimmig gutgeheissen.

Mit nur drei Enthaltungen stimmten die Mitglieder der Teilrevision der Statuten zu. Neu sind die Genossenschafter von der Nachschusspflicht befreit. Diese sah vor, dass die Mitglieder der Genossenschaft einen Betrag von bis zu 8000 Franken leisten, wenn das Genossenschaftskapital nicht gedeckt ist. Zur Anwendung kam dieser Artikel nie. «Diese Nachschusspflicht hat heute keine Bedeutung mehr», erklärte Marcel Vontobel. Für den scheidenden Louis Brüschweiler wurde Heinz Bochsler neu in der Verwaltungsrat gewählt.

Ausbau des Beratungsdienstes

Das Vertrauen der Kunden widerspiegelt sich laut Müller in der Zunahme der Kundengelder, die eine gute Basis für das Hypothekargeschäft bildeten. Dennoch betreibe die Raiffeisenbank eine vorsichtige Kreditvergabe. So werde auch heute bei den sehr tiefen Hypothekarzinsen mit einem Zinssatz von 5 Prozent kalkuliert, und jede Anfrage werde sorgfältig und individuell nach strengen Richtlinien beurteilt. «Nur so ist sichergestellt, dass die Eigentümer der Liegenschaft ihren Verpflichtungen nachkommen können», sagte Müller. Neu wolle man den Beratungsdienst für die Kunden ausbauen, stellte Müller in Aussicht.