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HEFENHOFEN: Im Asylheim zum Essen eingeladen

Seit März ist das Durchgangsheim für Asylsuchende der Peregrina-Stiftung in Betrieb. Die Heimleitung legt Wert darauf, mit der Nachbarschaft guten Kontakt zu pflegen. Deshalb öffnete sie am Samstag ihre Türe, und die Bewohner kochten für die Besucher.
Lukas Gerzner
Die Bewohner des Durchgangsheims präsentieren Speisen aus ihren Heimatländern. (Bild: Andrea Stalder)

Die Bewohner des Durchgangsheims präsentieren Speisen aus ihren Heimatländern. (Bild: Andrea Stalder)

HEFENHOFEN. Irgendwie passt der knallig orange Anstrich, denn auch die Bewohner der Asylunterkunft präsentieren ihre bunte Vielfalt: Die Asylsuchenden aus verschiedensten Ländern wie Irak, Afghanistan, Pakistan usw. hatten für die Gäste fein gekocht. Das Haus konnte von oben bis unten besichtigt werden. Die Angestellten der Stiftung beantworteten Fragen, falls es nach der Lektüre der vielen Infoplakate noch Fragen gab.

Die Leiterin des Standorts Hefenhofen, Marianne Cirigliano, freut sich über die positive Annahme des Heims in Hefenhofen. «Ich habe uns am Anfang bei allen Nachbarn rundherum vorgestellt. Sie haben alle freundlich auf uns reagiert», sagt die Heimleiterin. Das gelte auch für die Gäste, welche die Gelegenheit eines Besuchs am Samstag wahrnahmen: «Die Besucher sind dem Durchgangsheim gegenüber sehr zustimmend eingestellt.»

Dies ist nicht selbstverständlich. «Bei der Eröffnung des Standorts Arbon 2011 hat es einige negative Reaktionen gegeben», sagt Susanne Höllwarth, Gesamtleiterin der Stiftung Peregrina. Ein Vorteil am Standort in Hefenhofen sei, dass es keine unmittelbare Nachbarschaft gebe. Der Standort hatte seit seiner Eröffnung im März 33 Eintritte von Asylsuchenden, derzeit gibt es 15 Bewohner des Heims.

Deutschstunden und Waldarbeit

Sie führen ihren Haushalt selber, am Morgen gibt es den obligatorischen Deutschunterricht, und am Nachmittag bietet das Durchgangsheim Beschäftigungsarbeit im Wald an. Die Aufgabe des Durchgangsheims ist es, den Asylsuchenden Unterbringung und Alltagsbeschäftigung anzubieten, bis von den Behörden eine Entscheidung zum Asylgesuch getroffen wurde. «Das Asylwesen ist ein kurzfristiges Geschäft», sagt Susanne Höllwarth. Die Durchgangsheime werden am Vortrag über die Zuweisungen an den Kanton informiert. Am nächsten Tag sind diese Personen da. Es kann eine Person, aber es können auch zehn Personen sein. Sie müssen untergebracht werden, unabhängig davon, wie die Platzverhältnisse oder die Nationenzusammensetzungen gerade sind.

Viele Anfragen bekommen

Freud und Leid – Glück über erhaltenes Asyl oder Trauer um abgelehntes Asyl – sind in den Durchgangsheimen normal. «Es sind individuelle Menschen mit individuellen Geschichten», sagt Höllwarth.

Gerade im letzten Herbst hatte die Stiftung viele Unterstützungsanfragen bekommen von Aussenstehenden, auf die aber nicht alle eingegangen werden konnte. «Die Leute meinten, die Flüchtlingsströme des Nahen Ostens seien schon in der Schweiz angekommen», sagt Höllwarth. Doch in Wirklichkeit hatte die Stiftung Peregrina zur Zeit des Balkankrieges mehr Eintritte als im Jahr 2015.

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