Hauseigentümer feiern Jubiläum

WEINFELDEN. Seit 100 Jahren gibt es den Hauseigentümerverband Weinfelden. In Rekordtempo handelte Präsident Werner Fleischmann am Freitagabend die Traktanden der Generalversammlung ab. Reto Scherrer führte anschliessend durch die Showeinlagen.

Mario Testa
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Neues und langjähriges Mitglied: Hauseigentümer und Moderator Reto Scherrer befragt Eugen Alder. (Bild: Mario Testa)

Neues und langjähriges Mitglied: Hauseigentümer und Moderator Reto Scherrer befragt Eugen Alder. (Bild: Mario Testa)

Eine Viertelstunde reicht Präsident Werner Fleischmann, um die acht Traktanden der Generalversammlung des Hauseigentümerverbands Weinfelden abzuhandeln. Die 283 Verbandsmitglieder im Thurgauerhof-Saal genehmigen das Protokoll, die Berichte und die Jahresrechnung ohne Gegenstimme. Den Gewinn von 2600 Franken legt Kassierin Adelheid Hofstetter für die Festivitäten im Jubiläumsjahr zur Seite.

«Die Immobilienpreise sind auf einem Höchststand», sagt Werner Fleischmann zu den Versammlungsteilnehmern. «Wir sind auf der Bergfahrt ganz oben angekommen, aber Angst vor einer Blase, die platzt, brauchen Sie nicht zu haben.» Auch die Decharge für den Vorstand und die Festsetzung der Jahresbeiträge segnen die Anwesenden diskussionslos ab und harren gespannt der Showblöcke im Jubiläumsprogramm.

Eugen Alder, der Älteste im Saal

Lokalmatador, Hauseigentümer und Moderator Reto Scherrer leitet durch den unterhaltsamen Teil des Jubiläumsabends. Er stellt fest, dass er wohl das jüngste Verbandsmitglied im Saal ist und sucht seinen Gegenpart. Er findet ihn in der Person von Eugen Alder. Der 89-Jährige ist schon seit 34 Jahren Mitglied des Verbandes. «Bevor ich mein eigenes Haus kaufte, lebte ich in der Lehrerwohnung in Märstetten.» Mitglied beim Verband ist er, weil er so immer auf dem Laufenden sei, was politische Veränderungen oder Wohntrends betrifft. Reto Scherrer selbst weiss eigentlich gar nicht, warum er seit unterdessen vier Jahren beim Verband dabei ist. «Ich glaube, meine Frau hat uns angemeldet.»

Weinfeldens Gemeindeammann Max Vögeli eröffnet anschliessend mit seinem Grusswort den Reigen der Festredner. «100 Jahre sind eine lange Zeit, aber schon zur Gründerzeit gab's einen Fleischskandal, als die Metzger gegen das Hausieren mit Fleisch- und Wurstwaren auf die Barrikaden gingen», sagt er. Auch der automatische Informationsaustausch sei damals schon ein Thema gewesen. «Der Grütliverein forderte die periodische Veröffentlichung des Steuerregisters – scheiterte mit dem Antrag an der Gemeindeversammlung aber knapp.» Einen weiteren Vergleich zieht er mit dem damaligen Gemeindeammann. «Josef Bornhauser war 40 Jahre im Amt – da wäre ich dann ziemlich alt.»

Ansgar Gmürs flammende Rede

Der Präsident des Schweizerischen Hauseigentümerverbands Ansgar Gmür macht bei seiner Rede Witze am laufenden Band. «Dumm, dümmer – Hauseigentümer», sagt er in Anspielung auf steuerliche Belastungen für Hausbesitzer. Als «en glatte Vogel» verdankt Reto Scherrer den Festredner. Und auch Gallus Müller, Präsident des kantonalen Hauseigentümerverbands, gratuliert den Weinfeldern noch zu ihrem Jubiläum.

Für Unterhaltung zwischen den Reden und Gängen des Festmenus sorgen eine Schülerband, sieben junge Frauen des Gymnastik Sportclubs Weinfelden und die sechs Sängerinnen und Sänger der A-cappella-Gruppe Rolls Voice.

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