Haus brennt wegen Heustock nieder

In Halden ist ein schönes Heimwesen infolge Selbstentzündung des Heustockes ein Raub der Flammen geworden. Um 3.30 Uhr nachmittags, als der Besitzer und ein Nachbar vor dem Hause mit einer Arbeit beschäftigt waren, wurden sie auf ein aus der Scheune kommendes Geräusch aufmerksam.

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In Halden ist ein schönes Heimwesen infolge Selbstentzündung des Heustockes ein Raub der Flammen geworden. Um 3.30 Uhr nachmittags, als der Besitzer und ein Nachbar vor dem Hause mit einer Arbeit beschäftigt waren, wurden sie auf ein aus der Scheune kommendes Geräusch aufmerksam. Als sie in die Scheune eintreten wollten, kam ihnen Rauch entgegen, und von der sogenannten Brüggli herunter, wo sich ein Heustock befand, prasselte ein Funkenregen nieder. Die beiden hatten kaum Zeit, die Viehhabe, sechs Kühe und ein Pferd, in Sicherheit zu bringen; denn innert wenigen Minuten stand das ganze aus Wohnhaus und Scheune bestehende Gebäude in Flammen.

Vom toten Inventar konnte nur wenig gerettet werden. Die Gebäulichkeiten sind, wie man hört, zu 13 000 Franken versichert. Einen verdächtigen Geruch, wie er sonst einem Heustockbrand vorauszugehen pflegt, will niemand vorher verspürt haben. Da es gänzlich an Wasser fehlte, so musste das Haus preisgegeben werden. Die unglaublich schnelle Entwicklung des Brandes lässt sich nur dadurch erklären, dass – nachdem der Heustock von innen bis zum Boden, das heisst bis zum Brüggli durchgebrannt war – ein intensiver Luftzug von unten her sich einstellte und die Glut zum rasenden Feuer werden liess. Der Fall ist eigenartig; dürfte aber manchen Landwirt veranlassen, bei sich nachzusehen.