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HAUPTWIL: Loslassen müssen tut weh

Der Musicalverein Crossnews ging mit dem Musical «Amazing Grace» auf Tournee. Nach insgesamt acht Aufführungen zieht Regisseur Achi Brunnschweiler durchwegs positive Bilanz.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Regisseur Achi Brunnschweiler mit Requisiten für das Musical. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Regisseur Achi Brunnschweiler mit Requisiten für das Musical. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

«Ich bin wirklich überwältigt. Es hat eingeschlagen wie noch nie», sagt Regisseur Achi Brunnschweiler noch sichtlich bewegt. Das Musical «Amazing Grace» war ein Publikumsmagnet, rund 3600 Besucherinnen und Besucher sahen es. Der Musicalverein Crossnews ging mit «Amazing Grace» von Mitte Januar bis Anfang März auf Tournée. Über 50 Jugendliche und junge Erwachsene standen achtmal vor voll besetzten Rängen auf der Bühne; ob im Chor, als Akteure, Tänzer oder Statisten. Da Crossnews immer in Hauptwil das Heimspiel hat, gab es hier auch zwei Aufführungen, sechs zusätzliche in der näheren und weiteren Umgebung. Crossnews ging dieses Jahr bereits mit der zehnten Musicalproduktion auf Tournée.

«Eines der Highlights war, dass wir alle Aufführungen wie geplant durchführen konnten», sagt Achi Brunnschweiler. Das sei nicht selbstverständlich bei der diesjährigen Grippewelle. Einen Plan B gab es nicht. «Wären die Laienschauspieler ausgefallen, hätten wir absagen müssen.»

Für die jungen Akteure findet der Regisseur nur lobende Worte: «Ich bin mit ihren Leistungen mehr als zufrieden –mit jeder Vorstellung wurden sie besser.» Das Musical habe die Zuschauer berührt. Die Dernière war für den Regisseur aus Hauptwil auch diesmal sehr emotional und ergreifend. «Einerseits war es die Freude, alles geschafft zu haben, andererseits war es der Schmerz, loslassen zu müssen.»

Zwischendurch gab es Durchhänger

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die vor allem aus der Region Oberthurgau und St. Gallen stammen, kamen über ein Jahr nach Hauptwil, um das Musical einzustudieren. «Zwischendurch gab es auch den einen oder anderen Durchhänger, besonders im Sommer.» Doch das sei normal und gehöre zum Konzept. Für das Chormusical «Amazing Grace» haben sich Achi Brunnschweiler und sein Leiterteam vor zwei Jahren entschieden. Die Schwierigkeit lag darin, die Inszenierungen so zu konzipieren, dass das Musical nicht mehr nur in Messehallen, sondern auch auf regionalen Bühnen mit gängigen Dimensionen aufgeführt werden konnte. Zudem sei das Budget beschränkt gewesen. Mit sehr einfachen Hilfsmitteln musste gearbeitet werden. «Es gab beispielsweise keine beweglichen Scheinwerfer», erklärt er. Ebenso wurden die Requisiten selber gemacht.

Der 42-jährige Achi Brunnschweiler arbeitet beruflich als selbständiger Coach und bietet Betrieben Unterstützung in der Lehrlingsausbildung. Seine Aufgaben bei Crossnews bezeichnet er als ehrenamtliche Tätigkeit. «Es macht mir wahnsinnig viel Freude», führt er aus. «Eigentlich sind die Musicals ein Familienprojekt», meint Achi Brunnschweiler und lacht. Eine wichtige Stütze sei ihm seine Frau Britta, die beim Organisieren mithilft. Die Töchter Sina und Anja seien ebenfalls mit viel Elan und Begeisterung dabei.

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