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HAUPTWIL-GOTTSHAUS: So hoch oben wie noch nie

Erstmals in der Geschichte von Hauptwil-Gottshaus findet eine Gemeindeversammlung in St. Pelagiberg statt. Grund ist das 20-Jahr-Jubiläum der Politischen Gemeinde. Bei schlechtem Wetter steht ein aufblasbares Zelt zur Verfügung.
Georg Stelzner
Der Platz vor der Kirche in St. Pelagiberg ist Ende Juni Schauplatz der nächsten Gemeindeversammlung von Hauptwil-Gottshaus. (Bild: Georg Stelzner)

Der Platz vor der Kirche in St. Pelagiberg ist Ende Juni Schauplatz der nächsten Gemeindeversammlung von Hauptwil-Gottshaus. (Bild: Georg Stelzner)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Der Parkplatz vor der katholischen Kirche in St. Pelagiberg liegt 601 Meter über Meer. Hier findet die nächste Gemeindeversammlung von Hauptwil-Gottshaus statt. Es wird eine doppelte Premiere sein, denn bisher fanden sich die Stimmberechtigten alternierend in der Mehrzweckhalle Hauptwil und in der Turnhalle Hoferberg bei Wilen ein, und punkto Meereshöhe vermögen die beiden traditionellen Standorte mit St. Pelagiberg nicht mitzuhalten.

Anlässe in vier Ortschaften

Gemeindepräsident Matthias Gehring erklärt, weshalb über die Jahresrechnung am 28. Juni im höchstgelegenen Dorf der Gemeinde abgestimmt wird: «Die Politische Gemeinde Hauptwil-Gottshaus feiert das 20-Jahr-Jubiläum und aus diesem Grund soll heuer in jeder Ortschaft ein offizieller Anlass durchgeführt werden.»

Den Beginn machte Eberswil mit dem Neujahrsapéro. Hauptwil wird Schauplatz der Bundesfeier und einer Gewerbeausstellung sein, und in Wilen wird der Gemeinderat am Ende des Jahres das neue Budget zur Genehmigung vorlegen. Doch vor diesen Anlässen ist St. Pelagiberg mit der erstmaligen Durchführung einer Gemeindeversammlung an der Reihe. Ob diese als Landsgemeinde unter freiem Himmel über die Bühne gehen kann, wird vom Wetter abhängen. «Wir haben vorgesorgt», sagt Gehring. «Sollten die äusseren Bedingungen schlecht sein, führen wir die Versammlung in einem Zelt durch.» Dieses sei aufblasbar und könne in weniger als einer Stunde aufgestellt werden. Laut Gehring bietet das Zelt mit den Massen 8 mal 20 Meter Platz für 200 Personen.

Nicht alle Projekte realisiert

Zur Feierstimmung im Jubiläumsjahr passt der Rechnungsabschluss. Statt des budgetierten Verlustes von 283 000 Franken resultierte 2015 ein Ertragsüberschuss von 112 760 Franken. Der Gemeinderat wird beantragen, den Gewinn für die Abschreibung von Wasserwerk-Bauten sowie von Gemeindestrassen und Trottoirs zu verwenden.

Zum positiven Abschluss haben mehrere Faktoren beigetragen. Die Steuereinnahmen sind höher ausgefallen als erwartet. Erstmals erhielt die Gemeinde Rückvergütungen von der Berufsbeistandschaft Region Bischofszell für Mandatsführungen. Zudem ist der Fall eingetreten, dass ausstehende Fürsorgegelder erfolgreich zurückgefordert werden konnten. Die Sozialen Dienste verzeichneten tiefere Nettokosten, und der Gemeindeanteil für die Prämienverbilligung war tiefer als budgetiert. Wegen zusätzlicher Abschreibungen im Jahr 2014 fielen die Abschreibungen im Vorjahr weniger hoch aus. Nicht zuletzt hat sich auf die Jahresrechnung auch der Umstand positiv ausgewirkt, dass verschiedene Projekte im Jahr 2015 noch nicht oder nicht vollständig realisiert wurden. Gehring nennt die Erschliessung Hummelberg in Hauptwil und den öffentlichen Parkplatz an der Hauptstrasse als Beispiele. Zudem habe sich die Fremdwasserabtrennung kostengünstiger erwiesen als erwartet.

Zwei Finanzkennzahlen

Die Steuerkraft pro Einwohner ist von 1481 auf 1445 Franken leicht gesunken und liegt damit rund 500 Franken unter dem kantonalen Durchschnitt.

Eine positive Entwicklung nahm die Nettoschuld pro Einwohner, die sich von 844 Franken im Jahr 2014 auf 833 Franken reduzierte. Hauptwil-Gottshaus liegt damit im grünen Bereich, gelten Beträge bis 1000 Franken doch als kleine Verschuldung.

Gemeindeversammlung: Dienstag, 28. Juni, 20 Uhr; vor der Kirche in St. Pelagiberg.

Matthias Gehring Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus (Bild: Reto Martin)

Matthias Gehring Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus (Bild: Reto Martin)

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