HAUPTWIL-GOTTSHAUS: Sie sind nicht zu übersehen

In Hauptwil-Gottshaus sind Ende Mai neue Ortseingangstafeln aufgestellt worden. In erster Linie dienen sie der Gemeinde und den ortsansässigen Vereinen als Informationsplattform. Statt drei gibt es jetzt fünf Standorte.

Georg Stelzner
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Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus, neben einer neuen Ortseingangstafel. (Bild: Andrea Stalder)

Matthias Gehring, Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus, neben einer neuen Ortseingangstafel. (Bild: Andrea Stalder)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Die Anschaffung neuer Ortseingangstafeln war nach Einschätzung von Gemeindepräsident Matthias Gehring überfällig, wirkten die bisherigen doch schon einigermassen antiquiert. Dennoch war die Umsetzung des entsprechenden Projekts keine leichte Geburt. Nachdem die Frage der Notwendigkeit in positivem Sinn geklärt worden war, entzündete sich eine Diskussion darüber, wie viel der Kauf und der Betrieb der neuen Tafeln kosten dürfen.

. Gehring räumt ein, dass sich der Gemeinderat in dieser Frage nicht einig gewesen sei. Gemäss Budget durften höchstens 30 000 Franken ausgegeben werden. Die jetzt angeschafften Ortseingangstafeln kosteten laut Gehring wesentlich weniger, nämlich nur 14 000 Franken.

Verzicht auf Elektronik

Der Grundsatzentscheid, ob die Gemeinde Hauptwil-Gottshaus überhaupt Ortseingangstafeln benötigt, konnte nach den Worten des Gemeindepräsidenten innert kurzer Zeit getroffen worden. «Wir haben mit den Vereinen intensive Gespräche geführt und dabei schnell festgestellt, dass ein grosses Interesse an einer Nutzung besteht.» Nach dem eindeutigen Ja habe sich der Gemeinderat Gedanken über die Ausstattung und Gestaltung der Tafeln gemacht.

Ursprünglich sollten die neuen Ortseingangstafeln mit einer digitalen Anzeige ausgestattet sein. Amriswil und Romanshorn verfügen zum Beispiel über solche Einrichtungen. «Die Kosten für die Anschaffung und den Betrieb wären für uns aber unverhältnismässig hoch gewesen», erklärt Gehring. Ein gewichtiges Argument gegen diese Variante sei der Stromverbrauch gewesen. «Im Gemeinderat wurde die Meinung vertreten, dass es einer Gemeinde mit dem Energiestadt-Label nicht gut zu Gesicht stehen würde, den Stromverbrauch durch solch hochmoderne Tafeln zu steigern», erklärt der Gemeindepräsident.

Die nun aufgestellten Tafeln bestehen aus pulverbeschichtetem Aluminium und haben eine entsprechend lange Lebensdauer. Sie kommen ganz ohne Elektronik aus, bestechen aber durch ihr schlichtes, elegantes Design und ihre übersichtliche, zeitgemässe Gestaltung. Informationen werden auf genormten, austauschbaren Allwetter-Leichtplakaten in dem dafür vorgesehenen Rahmen angebracht. Für die Bewirtschaftung ist das kommunale Bauamt verantwortlich. Gehring ist es ein Anliegen, mit den Informationen auf den Ortseingangstafeln stets à jour zu sein. «Die Aktualität soll einen hohen Stellenwert haben», betont der Gemeindepräsident.

Öffentliches Interesse

In der Regel ist die Nutzung der Tafeln der Gemeinde und den Vereinen von Hauptwil-Gottshaus vorbehalten. Auf wichtige Ereignisse und Veranstaltungen kann in Zukunft auf eine publikumswirksame Weise hingewiesen werden. Mit einer Grösse von deutlich über zwei Metern ist ein hoher Beachtungsgrad gewährleistet. Kosten für die Benützung der Tafeln erwachsen den Vereinen nicht.

Die Inanspruchnahme durch Privatpersonen will Gehring nicht von vornherein ausschliessen. «Wenn jemand etwas wirklich Spezielles kundzutun hat, kann er sich mit mir in Verbindung setzen. Dann suchen wir gemeinsam eine Lösung», sagt der Gemeindepräsident. Die Mitteilung müsse aber im Rahmen des Vertretbaren und von öffentlichem Interesse sein.

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