Hauptwil-Gottshaus senkt den Steuerfuss trotz Budgetdefizit

Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus sinkt von 72 auf 69 Prozent. Dies, obschon das Budget 2011 einen beträchtlichen Aufwandüberschuss ausweist.

Hugo Berger
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Nicht nur die Natur macht Hauptwil für Neuzuzüger attraktiv. (Bild: Hannes Thalmann)

Nicht nur die Natur macht Hauptwil für Neuzuzüger attraktiv. (Bild: Hannes Thalmann)

WILEN-GOTTSHAUS. Das Budget 2011 steht bei einem Aufwand von 5,788 Mio. Franken mit einem Defizit von 394 030 Franken zu Buche. Gemeindeammann Walter Luginbühl überzeugte die 100 Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung in der Turnhalle Hoferberg, dass sich eine Steuerfussreduktion von 72 auf 69 Prozent dennoch rechtfertige.

Investitionen rückläufig

Luginbühl verwies auf den Finanzplan, der für 2016 eine ausgeglichene Rechnung vorsieht.

Für die Kostenreduktion sieht der Gemeindeammann zwei Hauptgründe: die geringeren Investitionskosten und einen langsameren Schuldenabbau. Gleichzeitig reduziert sich das Eigenkapital von 2 auf 1 Million Franken. Optimistisch ist der Gemeindeammann auch in bezug auf den Steuerertrag. Hoffnungen setzt er dabei vor allem auf die vielen Neuzuzüger. Naturgemäss beinhalte ein Budget auch Unsicherheiten, räumte Luginbühl ein. Noch unklar seien etwa die Auswirkungen der jüngsten Steuergesetzrevision und der Pflegefinanzierung.

Einstimmig folgten die Stimmberechtigten dem Vorschlag des Gemeinderates, dem Antrag der Elektra St. Pelagiberg um Rückgabe des Versorgungsauftrages an die Politische Gemeinde zuzustimmen. Im Januar 2009 hatten die Stimmberechtigten bereits dem Gesuch der Elektrakorporation Wilen um Rückgabe des Versorgungsauftrages zugestimmt.

Geschichte aufgearbeitet

Die Ortsgeschichte, welche der Gemeinderat vor sechs Jahren in Auftrag gegeben hatte, habe Gestalt angenommen, informierte Luginbühl. Das 380 Seiten umfassende Werk wird am 21. Mai an einer Buchvernissage vorgestellt.

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