HAUPTWIL-GOTTSHAUS: Schwarze statt rote Zahlen

Budgetiert war ein Verlust von 301200 Franken. Die Rechnung 2016 der Gemeinde schliesst mit einem Gewinn ab, der diesen Betrag sogar leicht übertrifft.

Georg Stelzner
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Blick von Freihirten auf das Dorf Hauptwil und den Weiher. (Bild: Georg Stelzner)

Blick von Freihirten auf das Dorf Hauptwil und den Weiher. (Bild: Georg Stelzner)

Georg Stelzner

georg.stelzner@thurgauerzeitung.ch

Die Reihe positiver Rechnungsabschlüsse findet in der Poli- tischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus eine Fortsetzung. Anstelle des budgetierten Defizits resultiert für das Jahr 2016 ein ­Ertragsüberschuss von rund 320000 Franken. Das erfreuliche Ergebnis hat laut Auskunft von Gemeindepräsident Matthias Gehring mehrere Gründe.

Besonders ins Gewicht gefallen sind folgende Gegebenheiten: Erstens musste für die immer schwer einzuschätzende Soziale Wohlfahrt im vergangenen Jahr erheblich weniger aufgewendet werden als angenommen, zweitens waren die Investitionen bei grösseren Bauvorhaben geringer als geplant, und drittens über- trafen die Steuereinnahmen die Erwartungen. «Bei den Bauprojekten spielten vor allem Faktoren eine Rolle, die von der Gemeinde nicht beeinflusst werden konnten», präzisiert Gehring.

Die grössten Abweichungen zum Budget gibt es in den Konten «Soziale Wohlfahrt» mit einem Minderaufwand von rund 140000 Franken, «Verkehr» mit einem Minderaufwand von rund 106000 Franken und «Öffentliche Sicherheit» mit einem Minderaufwand von rund 88000 Franken. Aus Sicht der Gemeinde erfreulich entwickelt haben sich auch die Steuern natürlicher Personen. Der diesbezügliche Ertrag liegt fast 100000 Franken über dem budgetierten Wert.

Gemeinderat geht beim Budget kein Risiko ein

«Wir budgetieren bewusst eher pessimistisch, aber meiner Meinung nach immer noch realistisch», betont der Gemeindepräsident. Gehring gibt zu bedenken, dass der Abschluss bei jenen Positionen, die der Gemeinde- rat beeinflussen kann, grossteils budgetkonform ausgefallen sei. Dass die positiven Abschlüsse Begehrlichkeiten wecken, ist Gehring bewusst. Er zeigt Verständnis für den Wunsch nach einer Steuerfusssenkung. Im Hinblick auf die Umstellung auf das Rechnungsmodell HRM2 würde er gerne noch zuwarten. Die Auswirkungen seien derzeit zu wenig bekannt, argumentiert er. Wichtig ist Gehring, dass die Gemeinde in den letzten sechs Jahren über 1 Mio. Franken an Schulden abbauen konnte. Ohne die Werke betrage die Verschuldung jetzt 2,69 Mio. Franken.

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