HAUPTWIL-GOTTSHAUS: Ein Fest schreibt Geschichte

Die Bildung der Politischen Gemeinde war keine Liebesheirat. Inzwischen sind sich die Ortsteile nähergekommen. Das zeigte der Festakt im Rahmen der Bauern- und Gewerbeausstellung.

Christof Lampart
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Ständerat Roland Eberle hält am Sonntagmittag in der Hauptwiler Mehrzweckhalle die Festansprache. (Bild: Christof Lampart)

Ständerat Roland Eberle hält am Sonntagmittag in der Hauptwiler Mehrzweckhalle die Festansprache. (Bild: Christof Lampart)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Es war am Wochenende ganz schön etwas los in Hauptwil. Nicht nur, dass die erste Bauern- und Gewerbeausstellung Hauptwil-Gottshaus, kurz BGHG 2016, durchgeführt wurde. Nein, der von vielen Leuten besuchte Anlass wurde zugleich dazu genutzt, um des 20-Jahr-Jubiläums der Politischen Gemeinde Hauptwil-Gottshaus zu gedenken, die Gegenwart zu geniessen und den Aufbruch in eine freudvolle Zukunft zu feiern.

Dazu gehörte auch, dass man nicht nur das Bestehende, sondern auch das Neue begrüsste, wie es die Feuerwehr Hauptwil-Gottshaus am Sonntagvormittag tat. Nach 28 Jahren durfte sie ein neues Atemschutzfahrzeug einweihen. Kommandant Thomas Rohr freute sich darüber, dass er nach anderthalbjähriger Beschaffungszeit den von der Firma Sanwald ausgerüsteten Mercedes in Empfang nehmen konnte.

Das neue Atemschutzfahrzeug der Feuerwehr ist mit einem Rollwagen-Modulsystem ausgestattet. «Das erhöht unsere Flexibilität enorm», stellte Thomas Rohr zufrieden fest.

Gemeindepräsident Matthias Gehring ergänzte, dass er zwar hoffe, dass das 110 000 Franken kostende Fahrzeug nie eingesetzt werden müsse, doch sei es gleichzeitig ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass die Ortsfeuerwehr bestens für den Fall der Fälle gerüstet sei.

Zeichen eines gelebten Miteinanders

Obwohl am Samstag bis in die Morgenstunden gefeiert worden war, erfreute sich die Ausstellung auch am Sonntag wieder eines Grossaufmarsches. Der Festredner, Ständerat Roland Eberle, hob das Gemeinschaftsgefühl anlässlich des Festakts hervor. Was er heute gesehen habe, könne man unter «Gemeinsam in der Vielfalt» zusammenfassen, lobte er das Engagement der Einwohner. Hier könne er sehen, was es bedeutet, «eine Gemeinde mit Gemeinschaft» zu sein. Die Ausstellung und das neue Atemschutzfahrzeug, aber auch der sanierte Weiherdamm, seien Zeichen eines gelebten Miteinanders. «Wo Leute Feste feiern, da gibt es eine gute Seele. Und hier feiern heute ganz viele», lobte Eberle. Auch die BGHG hatte es in ihrer Vielfalt dem Politiker angetan: «Ich finde sie sogar obercool, denn sie ist ein Zeichen für eine Gesellschaft, die für Werte wie Vertrauen und Preiswertigkeit einsteht.»

Da mochte auch Gemeindepräsident Gehring nicht zurückstehen: «Vor zwei Jahrzehnten sind sich unsere Ortsteile näher- gekommen. Und heute darf ich stolz sagen: Es hat sich gelohnt!»