Hatte Sulger Raiffeisenbank Probleme?

WEINFELDEN. Die Raiffeisenbank Sulgen, die im Frühjahr dieses Jahres mit der Weinfelder Bank zur Raiffeisen Mittelthurgau fusionierte, soll 2012 wegen Problemen im Kreditgeschäft acht Millionen Franken abgeschrieben haben. Dies schreibt das Finanzportal Inside Paradeplatz.

Drucken
Teilen

WEINFELDEN. Die Raiffeisenbank Sulgen, die im Frühjahr dieses Jahres mit der Weinfelder Bank zur Raiffeisen Mittelthurgau fusionierte, soll 2012 wegen Problemen im Kreditgeschäft acht Millionen Franken abgeschrieben haben. Dies schreibt das Finanzportal Inside Paradeplatz.

Das Portal bezieht sich auf den Geschäftsbericht 2012 der Raiffeisenbank Sulgen. Dort sind unter Kreditgeschäft Wertberichtigungen für Ausfallrisiken in Höhe von 9,19 Millionen Franken ausgewiesen. Im Vorjahr betrug diese Position 1,165 Millionen Franken. Franz Würth, Mediensprecher der Raiffeisenbank Schweiz, stellt klar, dass es sich bei der Wertberichtigung nicht um eine Abschreibung, sondern um Rückstellungen gehandelt habe. «Die Raiffeisenbank Sulgen hat zum damaligen Zeitpunkt in Übereinstimmung mit dem Vorsichtsprinzip Rückstellungen gebildet, um potenziellen Risiken im Kreditgeschäft Rechnung zu tragen», sagt Würth.

Verweis auf Bankgeheimnis

Über den oder die Kreditnehmer und das oder die Vorhaben, die von der Raiffeisenbank Sulgen finanziert worden sind, gibt es aus St. Gallen keine Angaben. Franz Würth erklärt: «Aus Gründen des Bankkundengeheimnisses können wir dazu keine Auskunft geben.» Das Portal Inside Paradeplatz spekuliert, es handele sich um ein Bauprojekt in Romanshorn.

Die Aussage von Inside Paradeplatz, das Eigenkapital von Raiffeisenbank Sulgen habe lediglich zwei Prozent betragen, deklariert Franz Würth als falsch. «Die Eigenmittel der Bank liegen wesentlich höher.» Die Rückstellungen hätten, anders als von dem Portal behauptet, keinen Zusammenhang mit der Fusion. Diese sei ein langfristig angelegtes Projekt gewesen. (ist)

Aktuelle Nachrichten