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HATSWIL: Sie bauen ihren Computer selber zusammen

Die Volksschulgemeinde Amriswil-Hefenhofen-Sommeri fördert nicht mehr nur Talente im Volleyball. Seit diesem Schuljahr lernen Schüler in einer speziellen Informatikklasse die Programmiersprache Python.
Schüler der Informatikklasse bauen in der ersten Lektion einen Kleinstcomputer, den Raspberry Pi 3, zusammen. (Bild: Manuel Nagel)

Schüler der Informatikklasse bauen in der ersten Lektion einen Kleinstcomputer, den Raspberry Pi 3, zusammen. (Bild: Manuel Nagel)

Anna ist grösser als Tom. Max ist kleiner als Lea. Tom und Lea sind gleich gross. Wer ist am grössten?

So ähnlich lautete eine Aufgabe, welche 36 Schülerinnen und Schüler zu lösen hatten. Sie alle hatten sich für die Begabungsförderungsklasse Informatik beworben, die soeben gestartet ist. Das grosse Interesse haben die Verantwortlichen erfreut und auch etwas überrascht zur Kenntnis genommen, wie Berni Hartmann, Schulleiter der Sekundarschule Egelmoos, sagt.

Geplant war eine Klasse mit sechs bis acht Schülern, welche «Interesse und erhöhte Leistungsbereitschaft im Bereich mathematisch-logisches Denken» mitbringen, wie es in der Ausschreibung hiess. Doch die Ergebnisse des Aufnahmetests waren überdurchschnittlich gut. Sie waren so gut, dass sich die Schule entschieden hat, gleich zwölf Jugendliche – zehn Knaben und zwei Mädchen – in diese ICT-Talentförderungsklasse aufzunehmen.

Obschon Berni Hartmann als Schulleiter der Sekundarschule Egelmoos für das neue Angebot zuständig ist, betont er, dass die Schüler etwa zur Hälfte von der Sekundarschule Grenzstrasse her stammen. Zudem sei nebst elf Schülern mit E-Niveau auch ein G-Schüler dabei.

«Wir wollten einen Profi holen»

«Wer von euch hat denn schon mal programmiert?», fragt Kursleiter Stephan Kessler in die Runde. Zögerlich gehen einige Hände in die Höhe. «Einen Lego-Roboter», meint ein Schüler. Ein anderer verrät, dass er schon mal eine kleine App für das Smartphone programmiert habe.

Kessler arbeitet als Assistent an der Winterthurer ZHAW, eine der führenden Schweizer Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, und ist ein absoluter Fachmann auf diesem Gebiet. Er kommt extra jeden Donnerstagnachmittag ins Informatik-Kompetenzzentrum der Volksschulgemeinde nach Hatswil.

«Wir wollten die Stelle nicht einfach mit einem Lehrer mit guten Informatikkenntnissen besetzen. Wir wollten einen Profi holen», sagt Markus Bertet, VSG-Informatik-Verantwortlicher.

In der Zwischenzeit setzen die Schüler aus einem Bausatz einen Minicomputer zusammen, der mit dem Betriebssystem Linux läuft. Mit diesem werden die Jugendlichen arbeiten – auch zu Hause. Trotz sämtlicher Anschlüsse für HDMI-Bildschirm, USB-Geräte und drahtlosem Internetzugang, lässt sich dieser Computer locker in der Hosentasche verstauen.

Ach ja: Anna ist übrigens die grösste der vier Personen.

Manuel Nagel

manuel.nagel@thurgauerzeitung.ch

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