Harsche Worte und ein Minus

An der vorgängig zur Politischen Gemeinde am gleichen Ort abgehaltenen Budgetversammlung der Volksschulgemeinde Erlen wurde der Präsident Heinz Leuenberger – er musste sich einer Operation unterziehen – von Vize Christine De Grandi vertreten.

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An der vorgängig zur Politischen Gemeinde am gleichen Ort abgehaltenen Budgetversammlung der Volksschulgemeinde Erlen wurde der Präsident Heinz Leuenberger – er musste sich einer Operation unterziehen – von Vize Christine De Grandi vertreten.

Den Hauswarten vertrauen

Deutliche Worte musste sich die Behörde in der Schulabwart-Affäre anhören. Obwohl Behördenmitglied Thomas Ammann, welcher dem Kriseninterventionsteam angehörte, beteuerte, dass man stets das Wohl aller im Auge und dementsprechend gehandelt habe, meldeten etliche Votanten Zweifel ob der Verhältnismässigkeit beim Vorgehen. Man hätte den Hauswarten deutlicher das Vertrauen schenken sollen – und nicht der anonymen Anzeige. Schliesslich – so der vorherrschende Tenor – seien diese schon seit vielen Jahren dabei und im Dorf bestens integriert.

Auch Ammanns Aussage, dass man die beiden Beschuldigten und mittlerweile Rehabilitierten bei vollem Lohn freigestellt und zugleich die Unschuldsvermutung geäussert habe, so dass niemand zu Schaden gekommen sei, stiess auf Kritik. Ein Herr äusserte – unter Applaus –, dass das Gegenteil zutreffe, denn «die Familien haben einen enormen psychischen Schaden erlitten».

Budget genehmigt

Die Versammlung sagte einstimmig Ja zum Budget 2016 (minus 325 000 Franken bei einem Steuerfuss von 100 Prozent). Ebenso befürwortete der Souverän die definitive Einführung der Schulsozialarbeit nach einer dreijährigen Versuchsphase auf Anfang 2016 hin, was der Schule jährlich 75 000 Franken an Kosten bescheren wird.

Ein einstimmiges Ja gab es schliesslich auch für die Sanierung der Aussenanlagen der Schulanlage Kümmertshausen für 220 000 Franken. (art)