Handwerk auf der Schulbank

Sondertag an der Primarschule Lauchetal: Schülerinnen und Schüler beweisen, dass sie mit einem Taschenmesser umgehen können.

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Zwei Primarschülerinnen verzieren Stecken mit Schnitzereien. (Bild: pd)

Zwei Primarschülerinnen verzieren Stecken mit Schnitzereien. (Bild: pd)

AFFELTRANGEN. Die Lehrer waren sich schnell einig. Ein gemeinsames Werk soll erschaffen werden. Ein typisch schweizerischer Gegenstand sollte dabei im Fokus stehen. Doch kann man den Primarschulkindern den Umgang mit dem Taschenmesser zutrauen? Zur Schulstartveranstaltung in der zweiten Schulwoche trafen sich alle 70 Kinder der ersten bis sechsten Primarschulklassen in Affeltrangen zum gemeinsamen Schnitzen.

Motivation war gross

In altersdurchmischten Gruppen schnitzten die Kinder Verzierungen in ihre mitgebrachten Stecken. Es brauchte keinerlei äussere Motivation – die Kinder waren von der ersten Minute an mit vollem Elan am Werk. Lediglich ein Pflaster wurde benötigt, um einen kleinen Schnitt zu versorgen.

Die drei einfachen, zu Beginn von den Lehrpersonen thematisierten Schnitzregeln halfen sicherlich dabei, einen ungefährlichen Anlass durchzuführen. Ebenfalls nahmen die älteren Schülerinnen und Schüler ihre Rollen als Helfer sehr ernst. Die einzelnen vollendeten Stecken wurden dann auf ein grosses, gelbes Holzpuzzleteil aufgeschraubt. Nach Abschluss der Arbeiten kamen auch die Eltern ins Schulhaus. Sie waren eingeladen, der Vernissage des gemeinsamen Kunstwerks beizuwohnen.

Puzzle zusammengefügt

Vier Einzelteile wurden von Kinderhänden herbeigetragen. Kinder und Lehrer fügten die Puzzleteile zusammen. Nun war für alle klar: Die Kinder hatten eine grosse Sonne und mit ihrer Schnitzarbeit einen einzelnen Sonnenstrahl erschaffen.

Der Schulleiter sagte den Eltern und Kindern, dass diese Sonne ein Abbild der Primarschule in Affeltrangen sei – vier eigenständige Klassen mit unterschiedlichen Kindern, die zusammengehören und eine Schule bilden. Wie bei der Erschaffung dieser Sonne, müsse auch im Schulleben jedes Kind seinen Beitrag leisten, damit es ein Ganzes gebe. (red.)