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«Halte Bälle, die nicht jeder hält»

Talente aus der Nachbarschaft – heute: Der 14jährige Raphael Schmied ist Torhüter beim Unihockeyclub Barracudas aus Romanshorn. Obwohl Profispieler zu werden für ihn kein Thema ist, will er sich dennoch zu den Besten hocharbeiten.
Pascal Senn
Flink im Tor: Raphael Schmied kann es weit nach oben schaffen. (Bild: Pascal Senn)

Flink im Tor: Raphael Schmied kann es weit nach oben schaffen. (Bild: Pascal Senn)

Sieben Jugendliche rennen in der Turnhalle Sonnenberg herum und wärmen sich auf. Jeder schiesst einen gelochten weissen Unihockey-Ball umher, damit die Spielfreude geweckt und der Körper warm wird. Der Unihockeyclub Barracudas findet sich zum Training zusammen. Einer unter den sieben Unihockey-Spielern ist auch der 14jährige Raphael Schmied aus Oberaach.

«Ich wollte etwas Spezielleres»

Raphael Schmied spielt derzeit in seiner vierten Saison Unihockey. Dazu gekommen sei er durch die Schule und die Freizeit, wo er häufig mit Freunden zusammen gespielt habe. Mit ungefähr zehn Jahren musste er sich zwischen zwei Sportarten entscheiden: «Ich wollte entweder Unihockey spielen oder Klettern, aber nicht beides gleichzeitig machen», sagt Schmied. Er habe schon immer gerne Unihockey gespielt. Als Feldspieler sei er gut gewesen, besser aber als Torhüter.

«Ausserdem wollte ich etwas Spezielleres machen als Fussball spielen. Jeder spielt Fussball. Im Unihockey war ich sowieso besser als im Fussball», so Schmied weiter. Die Begeisterung für das Unihockey ist ihm in der Tat anzumerken.

Von Talentspähern entdeckt

Die Position des Torhüters ist dann auch Raphaels Schmieds grosse Stärke gegenüber seinen Mitspielern. Aber er wird nicht nur subjektiv von seinen Mitspielern als guter Torhüter empfunden. Auch bei einer U13-Zusammenkunft von Unihockey-Spielern wurde klar, dass er zu den Besseren gehört.

Dort konnte er sich mitsamt seinen Stärken präsentieren und setzte sich schliesslich gegen einige seiner Mitstreiter durch. Während diesem U13-Turnier wurden die Spieler von Talentspähern beobachtet, welche anschliessend bekanntgaben, wer sie beeindruckt hat und gut genug ist, um mit einer U13-Auswahl zu trainieren. Raphael Schmied war unter den Genannten: «Anschliessend konnte ich ein Jahr lang mit dieser Auswahl trainieren, musste aber bald wieder aufhören, da ich mit 14 Jahren bereits wieder zu alt dafür war», erklärt er.

Dennoch sei diese Zeit für Raphaels sportliche Entwicklung hilfreich und fördernd gewesen, wie auch sein Trainer Patrick Schempp bestätigt.

«Tagesform ist entscheidend»

Fragt man Raphael Schmied danach, was ihn als Unihockey-Torhüter denn so stark macht, antwortet er: «Ich gebe immer mein Bestes. Wenn ich an einem Turnier unter Druck stehe, kann ich auch Bälle halten, die nicht jeder hält.» Dennoch sei er nicht an jedem Tag gleich stark. «Die Tagesform ist entscheidend», meint er weiter.

Ebenfalls ganz wichtig seien gewisse körperliche Voraussetzungen, ganz ohne die es dann doch nicht gehe. «Ein Grundstock an schnellen Reflexen und Beweglichkeit muss vorhanden sein, auch wenn sich das im Training mit der Zeit von selbst verbessert.»

Training mit älteren Spielern

Obwohl Raphael Schmied ein talentierter Torhüter ist, gilt auch bei ihm: Von nichts kommt nichts. Das Training findet zweimal in der Woche statt. Jeweils am Freitag trainiert er mit dem UHC Barracudas, wo auf dem Kleinfeld gespielt wird.

Mittwochs kann er beim Unihockeyclub Waldkirch-St. Gallen mittrainieren. «Mit Waldkirch-St. Gallen kann ich auf dem Grossfeld spielen. Das bedeutet, dass mehr Spieler auf dem Feld sind und ich als Torhüter einen grösseren Torraum habe, den ich jederzeit im Überblick behalten muss», erklärt er. Raphael kann zudem bei beiden Clubs seinem Niveau entsprechend eine Stufe höher spielen, als dies in seinem Alter eigentlich normal wäre. «Das überfordert ihn nicht, er kann auch mit den Älteren gut mithalten», so Patrick Schempp.

«Trainingsplan optimal»

Trotz des Trainings zweimal in der Woche habe er keine Probleme, das mit der Schule zu vereinbaren, auch wenn eines davon jeweils in St. Gallen stattfindet. Und wenn es doch Konflikte gebe? «Dann muss das Unihockey halt einmal zurückstecken.» In Zukunft wolle er bezüglich des Trainings nichts verändern. «Mit zwei Trainings in der Woche ist der Trainingsplan eigentlich optimal belegt», sagt Trainer Patrick Schempp. Dennoch meint Raphael: «Wenn es mehr Trainings gäbe, würde ich auch mehr machen.

Aber im Moment besteht dafür kein Bedarf.»

Unihockey nur als Hobby

So oder so sieht Raphael das Unihockey spielen vorerst nur als Hobby. Er wolle sich erst einmal in Romanshorn oder in Waldkirch hocharbeiten, eine allfällige Profikarriere sei im Moment noch weit weg. «Profi zu werden ist für mich kein Thema, da sich damit kein Lebensunterhalt verdienen lässt. Selbst ausländische Topspieler müssen nebenbei arbeiten.»

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