Hallenflohmarkt liegt im Trend

KREUZLINGEN. Am Hallenflohmarkt in der Dreispitzhalle in Kreuzlingen freuten sich die Käufer über das vielfältige Angebot und die rund 70 Aussteller über die gute Organisation. Der Markt war mit geschätzten 1000 Besuchern ein Erfolg.

Ursula Gasser
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Interessiert guckt ein Besucher das Angebot dieses Stands durch. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

Interessiert guckt ein Besucher das Angebot dieses Stands durch. (Bild: Benjamin Manser (Benjamin Manser))

KREUZLINGEN. Während draussen feine Schneeflocken vom grauen Himmel fallen, geht es in der Dreispitzhalle bunt zu. Es wird eifrig gefeilscht, geplaudert und gestaunt. Man kann die Halle so oft durchqueren, wie man will; jedesmal gibt es wieder etwas Neues zu entdecken.

Nicht nur für jeden Geschmack, auch für jedes Budget ist etwas dabei: Kleinigkeiten wie vergriffene Taschenbücher und Ohrringe sind für einige Rappen zu erstehen, während eine neue Lederjacke für 200 Franken angepriesen wird.

Flohmarkt als Hobby

So vielfältig das Angebot, so unterschiedlich ist das Publikum. Kinder und längst pensionierte Senioren fühlen sich vom Flohmarkt gleichermassen angezogen. Ein kleiner Junge verkauft sein gebrauchtes Spielzeug am Tisch neben seiner Mutter. «Heute läuft es bei Mutter besser, sie hat schon viel mehr verkauft als ich», ärgert er sich.

Das Ehepaar Schlegel stammt aus St. Gallen und geht das ganze Jahr hindurch an verschiedene Flohmärkte. Es ist zu ihrem Hobby geworden. Doch leben könnten sie davon nicht, sagt Herta Schlegel: «Wenn ich das versuchen würde, müsste ich bald aufs Sozialamt.» Und Christian Schlegel fügt humorvoll hinzu: «Wenn es mal an einem Tag nicht so läuft, gibt es halt nur Wienerli anstatt Schüblig zum Zmittag an der Festwirtschaft.»

Andere gehen nicht regelmässig als Aussteller an Flohmärkte, sondern haben ihren Keller geräumt und wollen daraus noch etwas Profit machen. Und tatsächlich – es lohnt sich. «Obwohl die Platzmiete 55 Franken kostet, gibt es dennoch einen schönen Ertrag», sagt Andrea Pitsch.

Oliver Oetjen kennt sich mit Flohmärkten aus, früher war er regelmässig als Aussteller tätig. Es ist jedoch das erste Mal, dass er einen Hallenflohmarkt selbst organisiert hat. Er hat sich in verschiedenen Städten nach einer geeigneten Lokalität umgesehen, die Dreispitzhalle hat ihm am besten gefallen: «Es ist ein guter Standort hier, zentral gelegen. Alle Stände sind belegt, Aussteller zu finden war nicht schwierig.»

Grosszügig auch in der Halle

Oetjen ist der Auffassung, dass auch die Halle als Lokalität für einen Flohmarkt im Trend liege. So ist der Flohmarkt nicht länger nur ein Anlass für den Sommer und abhängig von gutem Wetter. Dieser Aussage steht die Meinung einer Besucherin gegenüber, welche sagt: «Eigentlich mag ich Hallenflohmärkte nicht so, wegen der meist unangenehm engen Platzverhältnisse. Aber dieser ist anders, er ist übersichtlich und grossräumig. Das gefällt mir.»

Der Hallenflohmarkt wird am Sonntag, 10. Februar zum letzten Mal in diesem Winter stattfinden.

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