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HAGENWIL: Vom Zwerg zum Hochstapler

Die Proben für das Stück «Der Revisor» von den Schlossfestspielen Hagenwil gehen in die Endphase. Eine tragende Rolle spielt der junge Schauspieler Falk Döhler. Es könnte ein Sprungbrett auf eine andere Bühne sein.
Rita Kohn
Hauptdarsteller Falk Döhler bespricht mit Regisseur Florian Rexer eine Textpassage. (Bild: Rita Kohn)

Hauptdarsteller Falk Döhler bespricht mit Regisseur Florian Rexer eine Textpassage. (Bild: Rita Kohn)

HAGENWIL. Es ist die anspruchsvolle Rolle für einen jungen Schauspieler schlechthin. Der junge Hochstapler Chlestakow stellt im Stück «Der Revisor» von Nikolai Gogol eine höchst komplexe Figur dar. «Die Rolle des Chlestakows ist eine ganz besondere Herausforderung», sagt Florian Rexer. Im Prinzip könnten erst erfahrene Schauspieler den Gehalt der Rolle richtig erfassen. «Aber sobald sie so weit sind, sind sie zu alt für die Rolle», sagt Rexer mit einem Lächeln.

Falk Döhler, der den Chlestakow bei den Schlossfestspielen in Hagenwil spielen wird, nickt. Seit Wochen vertieft er sich in die Rolle des smarten jungen Hochstaplers. «Ich beginne zu ahnen, was Florian Rexer sagen will», sagt er mit einem Schmunzeln.

Tausendsassa auf der Bühne

Gelingt es Falk Döhler, sich ganz in die Rolle hineinzuversetzen – und davon ist Florian Rexer überzeugt – wird er unter Umständen auch die Aufmerksamkeit anderer Regisseure auf sich ziehen. «Damit muss ich rechnen», bestätigt Florian Rexer. «Hier kann Falk Döhler beweisen, was in ihm steckt.» Falls der junge Schauspieler nach dieser Saison tatsächlich an ein anderes Haus geholt werde, so hoffe er, dass es ein bedeutendes Haus sei. «In Falk steckt unglaublich viel Talent.»

Der junge Tausendsassa wird sich in dieser Saison aber nicht nur als Chlestakow beweisen müssen: Im Kinderstück der Schlossfestspiele verkörpert Falk Döhler gleich zehn Figuren. Ihm steht also eine anspruchsvolle Spielsaison bevor.

Spass an der Aufteilung

Was selbst Theaterprofis ein Staunen entlockt, nimmt Falk Döhler gelassen. Die beiden Stücke seien so unterschiedlich, dass er gut damit klar komme, in beiden Produktionen mitzuwirken. Auch Florian Rexer ist überzeugt, dass er mit der Besetzung durch Falk Döhler richtig liegt. «Falk ist jung und motiviert», sagt er. Er sei sowohl körperlich als auch von seinem Können her in der Lage, die Herausforderung zu meistern.

«Ich habe viel Spass daran, in beiden Produktionen mitzuwirken», bestätigt Falk Döhler. Während er abends eine eher ernsthafte Rolle spiele, könne er beim Kinderstück gerade bei den Zwergen viel Komik hineinbringen. «Die Aufteilung auf verschiedene Produktionen gefällt dem jungen Schauspieler, der in den letzten Produktionen von Florian Rexer jeweils im Einsatz stand. Vergangenes Jahr konnte er gar den kurzfristig ausgefallenen Hauptdarsteller im Stück «Ernst sein ist alles oder Bunbury» ersetzen, bis dieser sich von einer Blinddarmoperation erholt hatte. «Ich hatte mir den Text im Laufe der Proben angeeignet», sagt Falk Döhler.

Proben jetzt im Schloss

Seit ein paar Tagen finden die Proben nun im Schloss statt. Zuvor hatte das Ensemble gut zwei Wochen lang Urlaub. Eine wichtige Zeit, um die Rolle nochmal auf sich wirken zu lassen und die Figur ganz in sich aufzunehmen, findet Falk Döhler. Dass er Textpassagen vergessen könnte, fürchtet er nicht.

Der junge Schauspieler freut sich auf die Schlossfestspiel-Saison. Auch, weil das Ensemble und die Mitwirkenden hinter der Bühne alle wie eine grosse Familie sind. Es würden alle miteinander arbeiten, ohne Neid oder Eifersüchteleien.

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