Hafenreglement zementiert Vorrang für Einheimische

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Arbon Schlank hätte es eigentlich durchgehen sollen, nachdem die 37 Artikel des revidierten ­Hafenreglementes schon zweimal ausgiebig beraten worden waren. Doch geriet die Redaktionslesung noch einmal zu einer zähen Angelegenheit – bevor das Reglement endlich unter Dach und Fach gebracht werden konnte.

Arboner als Feigenblatt bei Eignergemeinschaften

Zum einen wollte Riquet Heller als Präsident der Redaktionskommission vermeiden, dass bei den ersten Lesungen «nicht erkannter Unsinn zum Gesetz erklärt» wird. Bei der Vergabe von Bootsliegeplätzen in den Arboner Häfen bleibt im Grundsatz der Vorrang einheimischer Bewerber gewahrt. Zementiert wird ebenso, dass auswärtige Mieter mehr für einen Bootsplatz zu entrichten haben und es bei der tariflichen Differenzierung bleibt. Ein Rekurrent, der diese angefochten hatte, war beim Verwaltungs­gericht abgeblitzt.

Eine knappe Mehrheit der Volksvertreter hat diesen Grundsatz jetzt auch bei den Eigner­gemeinschaften akzentuiert. Danach soll nicht, wie laut letzter Fassung noch, für deren Mitglieder der gemittelte Wert zwischen Einheimischen- und Auswärtigen-Tarif gelten. Weil ein Arboner meist als «Feigenblatt» und Türöffner für Nicht-Arboner fungiert, soll der zu verrechnende Tarif pro Kopf ermittelt werden. Dies bedingt, Transparenz bei den Eignergemeinschaften zu schaffen. Letztlich dürfte dies die Hafenrechnung der Stadt leicht aufbessern. (me)