Häuser für weniger als einen Franken

Die technischen Features meines allerersten 80286er-Computers galten damals als der letzte Schrei. Man wurde fast neidisch: «unglaubliche» 1 Megabyte RAM, «sensationelle» 20 Megabyte Festplatte mit einem «ultramodernen» 16-Farben-Bildschirm. Einstiger Preis: nicht ganz 10 000 Franken pro Stück.

Robert Fischer
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Die technischen Features meines allerersten 80286er-Computers galten damals als der letzte Schrei. Man wurde fast neidisch: «unglaubliche» 1 Megabyte RAM, «sensationelle» 20 Megabyte Festplatte mit einem «ultramodernen» 16-Farben-Bildschirm. Einstiger Preis: nicht ganz 10 000 Franken pro Stück.

Heute fände man das zum Schreien. Denn verfügten beispielsweise alle Romanshorner und Romanshornerinnen inklusive Kind und Kegel noch über einen solchen «Steinzeit-Computer», würden wir alle zusammen nicht einmal annähernd die Leistung eines einzelnen Smartphones von heute erreichen. Ganz zu schweigen von den tiefen Kosten eines Handys. Der technische Fortschritt lässt einen staunen. Mich mit offenem Mund. Hätte ich es nicht erlebt, ich würde es nicht glauben.

So frage ich mich natürlich – nicht ganz ernsthaft: Wann kommen eigentlich die Preis-Leistungs-Verhältnisse anderer Güter und Dienstleistungen endlich an jene der Computer heran? Etwa Häuser für weniger als einen Franken. Kleider für den winzigen Bruchteil eines Rappens. Ganz zu schweigen von den Steuern, die für alle Romanshorner und Romanshornerinnen zusammen wohl nur noch ein paar Franken ergeben würden.

Rätsel über Rätsel, welche Überraschungen die technische Entwicklung noch für uns bereit hält. Oder doch nicht?