Häuselmann ist Ehrenmitglied

Der Ostschweizerische Fussballverband hielt seine 68. Delegiertenversammlung in Amriswil ab. Sie umfasste etliche Ehrungen – eine ohne Wissen des Präsidenten.

Bert Gründler
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Amriswil. Im Pentorama konnten am Samstag eine ganze Reihe von Ehrenmitgliedern, Vertretern des SFV (Schweizerischer Fussballverband), des IBFV (Interessengemeinschaft der Bodensee-Fussballverbände) und von befreundeten SFV-Regionalverbänden begrüsst werden. Nach einer stimmungsvollen Totenehrung, unterlegt mit Musikklängen, stieg Stephan Häuselmann, der Vorsitzende des Ostschweizerischen Fussballverbandes mit Sitz in Amriswil, in die umfangreiche Traktandenliste ein. Da das Budget für 2011/2012 fein säuberlich aufgelistet gedruckt vorlag, passierte es rasch und einstimmig.

1647 Mannschaften

Es ist bemerkenswert, was Präsidium, Regionalvorstand, Wettspielkommission, Technische Kommission, die Schiedsrichter, verschiedene weitere Kommissionen sowie die Verbände beider Appenzell, von Graubünden, Glarus, St. Gallen, Thurgau und Fürstentum Liechtenstein für ihre 136 Vereine und 1647 Mannschaften alles aufgegleist, organisiert und durchgeführt haben.

Der Finanzbericht weist bei rund 1,3 Millionen Franken Einnahmen und Ausgaben ein Plus von gut 5000 Franken auf. Das Vermögen beträgt nun rund 156 000 Franken. Finanzchef Thomas Bommer sprach von einer stabilen Vermögens- und Liquiditätslage.

Verband zu Ansehen verholfen

Die Ehrungen des OFV betrafen einerseits die Fairnesspreise für Junioren, Aktive, Senioren, Veteranen und Frauen, aber auch die Aufsteiger und Gruppensieger, die Regionalmeister und regionalen Cupsieger bei den Senioren und Veteranen, langjährige Verbands- und Vereinsfunktionäre sowie Vereine mit rundem Jubiläum, die einen stattlichen finanziellen Beitrag für den Nachwuchs erhielten.

Mit viel Zustimmung und Applaus kürte die Versammlung Stephan Häuselmann zum Ehrenmitglied, hat er doch in verschiedensten Funktionen dem Verband zu gutem Ansehen verholfen. Er konnte es zunächst kaum fassen, dass diese Ehrung ohne sein Wissen zustande gekommen ist.

Von Kummer bis Gilliéron

Ein paar Grussadressen verdienen es, besonders hervorgehoben zu werden. Der Thurgauer Grossratspräsident Peter Kummer, selbst ein Amriswiler, stufte die Arbeit speziell in den Sportvereinen als sozial wichtig ein, während FC-Amriswil-Präsident Markus Stahel seinen Verein auf der Höhe seiner Aufgabe charakterisierte. Gelungen war auch die Begrüssung von Stadtammann Martin Salvisberg, der die Entwicklung von Amriswil in Bildern darlegte. Erfrischend waren schliesslich die Worte von SFV-Präsident Peter Gilliéron, der kurz die Problematik Sion/Verband ansprach und dann den Breitenfussball mit seinen über 250 000 Spielern als einmalige Institution lobte.

Schliesslich erläuterte Wettspielkommission-Präsident Hermann Thüler einige Punkte der aktuellen Meisterschaft. Die 69. DV des Verbandes wird der FC Flawil durchführen. Kurz vor Mittag konnte Häuselmann die Delegierten und Gäste mit dem Hinweis entlassen, dass der OFV für die Zukunft gut aufgestellt sei.