«Haben Finanzen im Griff»

ROMANSHORN. Die Rechnung der Gemeinde Romanshorn schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 57 000 Franken ab – 750 000 Franken besser als budgetiert. Der gute Abschluss geht zu einem guten Teil aufs Konto der Grundstückgewinnsteuern.

Markus Schoch
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Dorfbach: Der Kanton hat im letzten Jahr nochmals 140 000 Franken an die Kosten der Renaturierung gezahlt. (Bild: Christa Kamm-Sager)

Dorfbach: Der Kanton hat im letzten Jahr nochmals 140 000 Franken an die Kosten der Renaturierung gezahlt. (Bild: Christa Kamm-Sager)

Die Einnahmen in diesem Bereich übertrafen die Erwartungen um rund 440 000 Franken. Etwa 330 000 Franken über Budget lagen die Steuererträge der natürlichen Personen.

Negativ zu Buche schlugen die juristischen Personen mit einem Minus von rund 61 000 Franken gegenüber dem Voranschlag. «Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort», sagt Gemeindeammann Norbert Senn, der die Rechnung gestern zusammen mit Finanzverwalter Franz Stucki präsentierte. Der Anteil der Unternehmenssteuern sank von 22,8 Prozent im Jahr 2004 auf 15,5 Prozent im letzten Jahr. Die Entwicklung sei eine Folge der kantonalen Steuerreformen, sagte Senn.

Der Ertrag aus den Liegenschaftensteuern von 430 000 Franken entspricht ungefähr dem budgetierten Wert.

Weniger Sozialhilfe

Den Mehreinnahmen stehen keine zusätzlichen Ausgaben gegenüber. «Wir haben die Kosten sehr gut im Griff», sagte Senn. Der Dank gehöre Finanzverwalter Franz Stucki. «Er reagiert sofort, wenn es Abweichungen gibt.»

Der Personalaufwand betrug 7,4 Millionen Franken, was einem Plus gegenüber dem Vorjahr von 48 000 Franken entspricht. Die Mehrausgaben würden unter der bewilligten Teuerungszulage liegen, sagte Senn.

Die Kosten für die öffentliche Sozialhilfe von gegen 1,2 Millionen Franken sind sogar 188 000 Franken tiefer als vorgesehen. Zwar hätten höhere Unterstützungszahlungen an bedürftige Personen geleistet werden müssen, aber die Rückerstattungen seien «dank beharrlicher Arbeit in der Verwaltung und Beiträgen der Sozialversicherungen» ebenfalls sehr hoch gewesen, sagte Stucki. Rund 85 Prozent der Ausgaben kamen so wieder zurück. Romanshorn sei in dieser Beziehung zusammen mit Weinfelden Spitzenreiter im Kanton, erklärte Stucki.

Zusatzbeiträge des Kantons

Vom Kanton gab es ausserdem nochmals 140 000 Franken an die Renaturierung des Dorfbaches; es war die letzte Tranche der Kostenbeteiligung im Umfang von gegen einer halben Million Franken. An den Kauf der Parzelle des heutigen Skaterplatzes zahlte der Kanton ausserdem fast 290 000 Franken. Der Aufwand für Zinsen und Finanzierungskosten belief sich im letzten Jahr netto auf 28 000 Franken – 175 000 Franken weniger als budgetiert. «Dazu beigetragen haben die guten Ergebnisse der Vorjahre, die hohe Liquidität und das tiefe Zinsniveau», sagte Senn.

Die Investitionsrechnung weist Ausgaben von 4 Millionen Franken aus. Das Geld ist unter anderem für die Sanierung der Strassen im Eigenheimquartier, die neue Heizung im Seebad, die Erschliessung Brüggli und Kanalisationsarbeiten aufgewendet worden.

Der Gemeinderat will den Ertragsüberschuss von 57 000 Franken dem Eigenkapital zuweisen, das so auf 5,4 Millionen Franken anwachsen würde. «Damit können künftige Defizite aufgefangen werden», argumentiert die Behörde.

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