«Haben die Finanzen im Griff»

KRADOLF. Die Gemeindeversammlung von Kradolf-Schönenberg genehmigte die Rechnung 2012 der politischen Gemeinde. Sie erklärte sich auch damit einverstanden, eine weitere halbe Million Franken in die Stromversorgung zu investieren.

Georg Stelzner
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Gemeindeammann Walter Schönholzer. (Archivbild: pd)

Gemeindeammann Walter Schönholzer. (Archivbild: pd)

Gemeindeammann Walter Schönholzer konnte an der von 91 Stimmberechtigten (4,3 Prozent) besuchten Gemeindeversammlung eine Jahresrechnung präsentieren, die zu den erfreulichsten in der Geschichte der politischen Gemeinde gehört. Der budgetierte Ertragsüberschuss stellte sich nicht nur ein, sondern fiel auch bedeutend höher aus als erwartet. Der Gewinn beträgt brutto 673 623 Franken und netto immer noch fast 160 000 Franken.

Steuerkraft nimmt zu

Schönholzer begründete das Ergebnis mit höheren Steuereinnahmen und geringeren Aufwendungen für die öffentliche Sozialhilfe. Der Gemeindeammann verwies auf die positive Entwicklung der Steuerkraft à 100 Prozent pro Einwohner. Diese sei im Vorjahr um 45 Franken oder 3,36 Prozent auf 1383 Franken angestiegen. Schönholzer zeigte aber auch, dass bis zum kantonalen Durchschnitt von 1847 Franken noch einiges fehlt. Dem Gemeinderat sei es wichtig, dass sich Kradolf-Schönenberg kontinuierlich verbessere. Schönholzer erinnerte an die Wechselbeziehung von Steuerfuss und Steuerkraft. Ein tiefer Steuerfuss setze eine entsprechend gute Steuerkraft voraus.

Zusätzliche Abschreibungen

Optimistisch äusserte sich der Gemeindeammann zur Verschuldungssituation. Die Gesamtverschuldung (inklusive Werke) sei um 300 000 Franken reduziert worden und betrage noch 2,6 Mio. Franken. Die Nettoschuld pro Einwohner bezifferte er mit total 785 Franken, was ein sehr guter Wert sei. «Wir haben die Finanzen im Griff», beruhigte Schönholzer. Die Versammlungsteilnehmer genehmigten die Jahresrechnung einstimmig und hiessen auch die vorgeschlagene Verwendung des Gewinns gut. Somit können 515 000 Franken für zusätzliche Abschreibungen verwendet und 158 625 Franken dem Eigenkapital zugeführt werden.

Konzept bald ganz umgesetzt

Gemeinderat Peter Schrepfer warb um die Zustimmung zu drei Krediten. Sie dienen alle dazu, bei der Versorgung mit Strom eine möglichst hohe Sicherheit zu erreichen. Basierend auf einem Konzept, sollen die Netze und Anlagen in der Zeit von 1997 bis 2014 etappenweise modernisiert und ausgebaut werden. Einstimmig bewilligte die Versammlung 152 000 Franken für die HS-Verkabelung von der TS (Trafostation) Hörmoos zur TS Rüti und 214 000 Franken für den Neubau der TS Hörmoos. Mit nur einer Gegenstimme wurde auch dem Kreditbegehren von 140 000 Franken für die HS-Verkabelung von der TS Buhwil zur TS Lauterbreite stattgegeben. Gemäss Schrepfer sollen die Arbeiten im zweiten Halbjahr 2013 ausgeführt werden.

Erhebung von Gebühren

Diskussionslos und einstimmig sagte die Versammlung Ja zum neuen Verwaltungsgebührenreglement. Das bisherige war seit 1999 in Kraft und bedurfte nun einiger Anpassungen. Das neue Reglement ist auf der Homepage der Gemeinde einsehbar.

Hörmoos bei Neukirch an der Thur: Die Technik der Trafostation ist nicht mehr zeitgemäss; noch im Verlaufe dieses Jahres entsteht ein Neubau. (Bild: Georg Stelzner)

Hörmoos bei Neukirch an der Thur: Die Technik der Trafostation ist nicht mehr zeitgemäss; noch im Verlaufe dieses Jahres entsteht ein Neubau. (Bild: Georg Stelzner)