Gute Nachricht für Häuslebauer

Der Weinfelder Gemeinderat kann weitere Bauparzellen im Gebiet «Im Einfang» verkaufen. Das Gemeindeparlament hat ihn an seiner Sitzung von gestern Donnerstagabend dazu ermächtigt, allerdings nicht ohne Diskussionen.

Esther Simon
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Dieses Bauland im Gebiet «Im Einfang» in Weinfelden ist begehrt – dahinter bereits erstellte Häuser der ersten und zweiten Überbauungsetappe. (Bild: Donato Caspari)

Dieses Bauland im Gebiet «Im Einfang» in Weinfelden ist begehrt – dahinter bereits erstellte Häuser der ersten und zweiten Überbauungsetappe. (Bild: Donato Caspari)

WEINFELDEN. Mit 24 Ja und 5 Nein war das Resultat klar. Das Parlament unter dem Vorsitz seines Präsidenten Marcel Tanner, FDP, hat an seiner Sitzung von gestern Donnerstagabend im Rathaus allerdings ziemlich lange um diesen Entscheid gerungen. Martin Müller von den Grünen wollte in den Kaufverträgen festgehalten haben, dass in verdichteter Bauweise zu überbauen sei, und dass die Parzellen nicht nur an Private, sondern auch an Bauträgerschaften verkauft werden könnten.

Bauvolumen von 20 Millionen

Wenn verdichtet gebaut würde, könnten 17 statt neun Wohneinheiten erstellt werden, rechnete Müller dem Parlament vor. Doch Simon Wolfer, Jung & Aktiv, und Daniel Engeli, SVP, fanden, dass man die Gemeinde zu nichts zwingen könne. Die Gemeinde könne auf das verdichtete Bauen auch sonst Einfluss nehmen. Mit 15 Nein und 11 Ja bei 3 Enthaltungen wurde der Antrag Müller abgelehnt. Gemeindeammann Max Vögeli, FDP, sagte, dass mit einer Überbauung ein Bauvolumen von gegen 20 Millionen Franken ausgelöst werden könnte.

Einstimmig hingegen hat das Parlament der Stiftung Faszination BMX ein Baurecht an einer Parzelle in der Güttingersreuti eingeräumt. Beat Brüllmann, FDP, fand allerdings, dass es einer Stiftung, die mindestens kantonal tätig sei, doch noch möglich sein sollte, den Baurechtszins selber aufzubringen.

Auch für Schulen

Brüllmann stellte den Antrag, der Verzicht auf den Baurechtszins sei zu streichen, was das Parlament aber grossmehrheitlich ablehnte. Grossmehrheitlich zugestimmt hat das Parlament hingegen dem Antrag von Daniel Engeli, SVP, wonach festzuschreiben sei, dass die geplante BMX-Anlage auch dem Freizeit-, dem Breitensport und den Schulen von Weinfelden dienen solle. Roger Stieger, EVP, bat den Gemeinderat, auf einen Sichtschutz bei der Anlage zu achten. Immerhin sei die Anlage am Dorfeingang geplant, der bei Ankömmlingen einen guten Eindruck hinterlassen müsse.

Von wegen schönen Bildern: Fritz Streuli, SP, sagte, dass man in den vergangenen Tagen auch traurige Bilder gesehen habe, zum Beispiel aus Nepal. Er bat den Gemeinderat, 10 000 Franken ins Katastrophengebiet zu überweisen. Samuel Curau, Jung & Aktiv, wollte keine Diskussion über seine Interpellation zu «easyvote». Der Gemeinderat hatte den Vorstoss schriftlich und eher ablehnend beantwortet.

Anderwert verabschiedet

Am Ende der Sitzung – der letzten in der laufenden Legislatur – bedankte sich Präsident Marcel Tanner beim Parlament für die konstruktive Zusammenarbeit. «Kaum hat man angefangen, ist die Amtszeit zu Ende.» Und nach 20 Jahren musste er Ernst Rudolf Anderwert, FDP, aus dem Parlament verabschieden. «Ernst Anderwert gab immer fundierte Voten ab», sagte Tanner. «Ein wichtiger, lieber Ratskollege wird uns in Zukunft fehlen.»

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