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GÜTTINGEN: Zmittag in gemütlicher Runde

Der offene Mittagstisch hat sein 20-Jahr-Jubiläum gefeiert. Seit zwei Jahrzehnten ist er einmal im Monat ein Treffpunkt für Menschen aus dem Dorf und bietet ein feines Menü in guter Gesellschaft.
Hana Mauder Wick
Zur Jubiläumsfeier sind besonders viele Güttinger an den Mittagstisch gekommen. (Bild: Hana Mauder Wick)

Zur Jubiläumsfeier sind besonders viele Güttinger an den Mittagstisch gekommen. (Bild: Hana Mauder Wick)

Hana Mauder Wick

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Draussen heulte der Sturm. Drinnen klirrten am letzten Mittwoch die Gläser und es herrschte eine gemütliche Stimmung. Zum 20-Jahr-Jubiläum «Offener Mittagstisch Güttingen» hatte man die Tische im Saal des evangelischen Kirchgemeindehauses enger zusammenrücken müssen. Helfer und Gäste waren zahlreich erschienen, um diesen besonderen Tag ohne grosse Worte, dafür aber in guter Gesellschaft zu zelebrieren. Die Organisatorin Ursula Rutishauser eröffnete den Anlass mit einem Rückblick und Ehrungen für langjährige Helferinnen und Helfer. Als besonderes Präsent überreichte sie Schöpflöffel, Küchentücher und Schokolade.

An den Tischen liess man sich derweil das Menü – Salat, Hauptgang und Dessert samt Dreikönigskuchen und Kaffee – schmecken. «Ich war von Anfang an mit dabei», erzählt Margrit Rutishauser mit einem Lächeln. «Im Laufe der Jahre ist das evangelische Kirchgemeindehaus quasi zu meinem zweiten Zuhause und die Leute hier zu einer Familie geworden.»

Nur 400 Franken als Startkapital

Seit der offene Mittagstisch 1998 mit einem Startkapital von 400 Franken auf Initiative des Frauenvereins Güttingen gegründet worden war, hat sich einiges verändert. «Manche Leute sind gegangen, andere dazugekommen», sagt Ursula Rutishauser. Die Teller muss heute niemand mehr vom Haus gegenüber in den Saal herübertragen. «Seit einigen Jahren verfügen wir über einen Gastrosteamer, was die Vorbereitungen erleichtert.» Das Team bewirtet einmal im Monat zwischen 25 und 30 Personen für 12 Franken pro Kopf. «Am Anfang mussten wir oft knapp kalkulieren, um über die Runden zu kommen», erinnert sich Roly Krapf. Seit zehn Jahren schwingt er als Chef de Cuisine im Ehrenamt den Kochlöffel. «Es gab Zeiten, da haben wir den Wein aus eigener Tasche bezahlt.» Gestern wie heute ist eine gesunde saisonale Küche das A und O des Konzeptes. Eine Arbeit, die Krapf gern für die Gemeinschaft ausübt. «Das Kochen ist meine Leidenschaft und ich kann den Leuten etwas Gutes tun», erklärt er sein zehnjähriges Engagement. «Was will man mehr?»

Das eingespielte Team sorgt dafür, dass über die Jahre hin­-weg beim offenen Mittagstisch alles rund läuft. Irene Vogt ist eine Helferin der ersten Stunde. «Es geht bei weitem nicht nur um das Essen», ist sie überzeugt. «Es ist ein Treffpunkt.» Sich austauschen, dies und das erzählen und mehr. «Es ist ein ökume­nischer Anlass, bei dem Menschen zusammenkommen, die sonst oft alleine am Tisch sitzen», sagt Pfarrerin Edina Olah. Ein Mittag im Monat, an dem man sich trifft – und zum Schluss mit einem guten Gefühl nach Hause geht.

Engagement vieler langjähriger Helfer

Der Offene Mittagstisch Güttingen basiert auf dem Engagement freiwilliger Helferinnen und Helfer. Zu den Gründungsmitgliedern zählen Therese Hauser und Anita Steiger. Für ihren langjährigen Einsatz wurden Irene Vogt (20 Jahre), Ruth Straub (17 Jahre), Organisatorin – und auch Köchin – Ursula Rutishauser (11 Jahre), Koch Roly Krapf (10 Jahre), Silvia Rutishauser (15 Jahre), Gerda Pfister und Ulrike Maurer (je 10 Jahre) geehrt. Als weitere fleissige Helferinnen erhielten Heidi Rutishauser, Dorli Azzali, Lisbeth Müller, Edina Olah und Sivlia Schneider ein Präsent. Ursula Rutishauser begrüsste Marlis Heule neu im Team. (mau)

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