Güttingen wählt im Herbst einen neuen Gemeindeammann

GÜTTINGEN. Am Dienstag trafen sich rund 30 Güttinger Stimmberechtigte zur Gründung eines Wahlkomitees für die Nachfolge des zurückgetretenen Eugen Staub.

Urs Brüschweiler
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Gesucht: Kandidaten für das Güttinger Gemeindeammannamt. (Archivbild: Nana do Carmo)

Gesucht: Kandidaten für das Güttinger Gemeindeammannamt. (Archivbild: Nana do Carmo)

Nach den Querelen im Güttinger Gemeinderat, welche mit dem Rücktritt von Gemeindeammann Eugen Staub endeten, geht es nun an die Suche eines neuen Chefs im Gemeindehaus. Die vier politisch aktiven Gruppierungen im Dorf hatten am Dienstag alle Stimmberechtigten ins Hotel Seemöwe eingeladen, um ein überparteiliches Wahlkomitee (ÜWK) zu gründen. Rund 30 Personen waren erschienen. In Güttingen ist es üblich, dass ein ÜWK die Suche nach geeigneten Kandidaturen übernimmt.

Die Einleitung machte Frau Vizegemeindeammann Sandra Stadler. Sie führt derzeit die Amtsgeschäfte auf der Gemeindeverwaltung. Sie klärte die Anwesenden auf über die organisatorischen Belange und die Voraussetzungen der Ersatzwahl. Klar ist bereits, dass die Güttingerinnen und Güttinger am 22. September zur Urne gerufen werden. Sollte ein zweiter Wahlgang nötig sein, fände er am 24. November statt.

Fragen an die Behörde

Bevor die anwesenden Gemeinderäte sich nach etwa einer Stunde von der Versammlung verabschiedeten, um den Stimmbürgern die Diskussion zu überlassen, standen sie noch zu verschiedenen Fragen Red und Antwort.

Gemeinderäte treten nicht an

Sandra Stadler sagte gestern, dass nach einer Empfehlung des Gemeinderates für die Höhe des Arbeitspensums gefragt worden sei. Aus Sicht der Gemeindebehörde wolle man keinen Vollzeit angestellten Gemeindeammann, sondern schlage eine 50-Prozent-Stelle, losgelöst von weiteren Verwaltungsaufgaben, vor. Ausserdem stellten die Gemeinderäte auf Nachfrage der Anwesenden klar, dass keiner von ihnen selber für die Nachfolge Eugen Staubs kandidieren wolle. Nachdem sie mit Nachdruck dessen Rücktritt verlangt und schliesslich auch erreicht hatten, wurde über mögliche Ambitionen auf das Amt des Gemeindeoberhaupts spekuliert. Dies ist somit vom Tisch.

Hansueli Renz leitet die Sitzung

Wie Felix Krömler, der Präsident des Einwohnervereins von der Versammlung berichtet, sei auch noch die Frage aufgetaucht, wie man denn möglichen Bewerbern die Situation erklären solle. Der Gemeinderat habe darauf hin angeboten, dass sie diesen selbstverständlich für Auskünfte aller Art im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit in der Behörde zur Verfügung stünden.

Nachdem die Gemeinderäte die Versammlung verlassen hatten, übernahm Hansueli Renz den Tagesvorsitz. Er ist in der politischen Kommission des Einwohnervereins und wird sicher auch zur nächsten Sitzung des erst provisorisch zusammengestellten ÜWK übernächste Woche einladen.

Acht bis zehn Mitglieder

«Es haben sich einige Interessierte gemeldet für die Mitarbeit», sagte Felix Krömler gestern. Man habe sich etwa acht bis zehn Mitglieder vorgestellt, etwa so viele dürften es bisher auch geworden sein. Mit im Boot sind sicher die Vertreter der beiden Ortsparteien und des Güttinger Einwohnervereins.

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