GÜTTINGEN: Viel zu diskutieren

Zwei Reglemente, eine Umzonung und die Fusion von Schule und Gemeinde sind Themen der Gemeindeversammlung.

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In der «Rotewis» informierte der Gemeinderat Güttingen am Dienstagabend über die Geschäfte, die an der Gemeindeversammlung zur Abstimmung kommen. Zunächst erläuterte Planer Andreas Niklaus das neue Bau­reglement. In Güttingen gebe es neu die Arbeitszone Holzlager und die Arbeitszone Gartenbau. Ebenso sei die Seebadezone ins Reglement aufgenommen worden. «Die Grenzabstände bleiben unverändert», erklärte Niklaus.

Gemeindepräsident Urs Rutishauser informierte anschliessend über die geplante Umzonung im Zentrum. Betroffen seien 8818 Quadratmeter, die von der öffentlichen Zone in eine Wohn- und Arbeitszone 3 umgezont werden sollen. «Bereits beschlossen sind Landverkauf und Abgabe im Baurecht sowie ein Kredit über 2,3 Millionen Franken für ein neues Gemeindehaus in der Zentrumsüberbauung. Hier seien die Obergeschosse noch zu vermieten, es gebe Interesse für eine Gemeinschaftspraxis. «Der Gestaltungsplan ist auf gutem Weg», meinte Rutishauser.

Einheimische bevorzugen

An der Gemeindeversammlung muss auch über ein neues Hafenreglement abgestimmt werden. Im heutigen Hafen habe es legal Platz für 87 Boote, tatsächlich aber seien 103 Schiffe platziert. Diesem eigentlich illegalen Zustand will man Abhilfe schaffen. Deshalb werde neu die Flächenkonzession eingeführt, was in der Folge auch die Erarbeitung eines neuen Reglements nötig gemacht habe. Darin ist vorgesehen, dass der Wassersportverein Güttingen und die Fischer je drei Plätze bekommen. Diese seien nicht personenbezogen vermietet, sondern an die Vereine, ergänzte Urs Rutishauser. Einheimische Bewerber würden nach wie vor bevorzugt. Benutzergemeinschaften dürften höchstens fünf Personen umfassen und müssten ein Logbuch führen.

Einheitsgemeinde: Fix ist noch nichts

Für die Prüfung einer Einheits­gemeinde wollen Gemeinde und Schule eine Arbeitsgruppe einsetzen (unsere Zeitung berichtete). Es gelte, eine Analyse zu erstellen und die Vor- sowie Nachteile abzuwägen. «Fix ist die Sache noch nicht», machte Schulpräsident Miran Kaddur deutlich. Die Schulbehörde sei lediglich mit der Prüfung einverstanden und wolle sehen, was dabei herauskomme. Zudem biete diese, unabhängig einer Fusion, Chancen, die Zusammenarbeit zu verbessern. «Zur Abstimmung gelangt die Vorlage nur, wenn beide ­Behörden mit der Fusion einverstanden sind.»

Kurt Peter

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch