Güttingen möchte ein schnelleres Internet

GÜTTINGEN. In den Liegenschaften am See wird noch vorwiegend über Satellitenschüsseln ferngesehen. Und auch auf den Höfen ausserhalb Güttingen seien die Internetverbindungen sehr schwach, betont Gemeindepräsident Urs Rutishauser.

Urs Brüschweiler
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GÜTTINGEN. In den Liegenschaften am See wird noch vorwiegend über Satellitenschüsseln ferngesehen. Und auch auf den Höfen ausserhalb Güttingen seien die Internetverbindungen sehr schwach, betont Gemeindepräsident Urs Rutishauser. Nun will die Landgemeinde aber die Kommunikationsinfrastruktur deutlich modernisieren. «Wenn die Werkbetriebe der Gemeinde ein eigenes Glasfasernetz realisierten, würde das sechs bis sieben Millionen Franken kosten.» Das refinanziere sich nicht, erklärt Rutishauser. Darum habe man das Gespräch mit der Swisscom gesucht und Lösungen gefunden. An der kommenden Gemeindeversammlung können sich nun die Stimmbürger für eine von drei Varianten entscheiden und so die Stossrichtung für die weitere Entwicklung vorgeben. Der Gemeinderat empfiehlt die Variante 1 für ein Ultrabreitbandnetz. Sie sieht einen Vollausbau vor. Die Swisscom erstellt dabei in Kooperation mit der Gemeinde ein sogenanntes «Fibre to the Home»-Netz. Jede Liegenschaft in Güttingen, egal ob in der Wohn- oder in der Landwirtschaftszone, bekommt einen Anschluss. «Auch das letzte Haus erhielte so ein Glasfaserkabel», sagt Rutishauser.

«Als moderne, zukunftsgerichtete Gemeinde muss man das eigentlich haben», findet Rutishauser. Baustart wäre 2017, und 2018 sollte der Ausbau bereits abgeschlossen sein. Kosten würde das Güttingen rund 1,9 Millionen Franken, was einer 60-Prozent-Kostenbeteiligung gegenüber der Swisscom entspricht.