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GÜTTINGEN: Kein alter Zopf

Der Zwiebelmarkt feierte mit zwei Ehrengästen, 450 Kilo Knollen und zahlreichen Besuchern seinen 40. Geburtstag. Ein Verein hält die Tradition lebendig.
Sie haben einen Zwiebelzopf ergattert: Stolz präsentiert eine Gruppe Besucher ihren Einkauf. (Bild: Hana Mauder Wick)

Sie haben einen Zwiebelzopf ergattert: Stolz präsentiert eine Gruppe Besucher ihren Einkauf. (Bild: Hana Mauder Wick)

Zwiebelzöpfe in Reih und Glied. Kunterbunte Kisten zogen die Blicke auf sich: «Diese haben Kinder aus dem Dorf bemalt», erzählt Pix Müller, Präsident des Vereins Zwiebelmarkt Güttingen. Bereits zum zweiten Mal lag die Durchführung des Traditions­anlasses in den Händen der Vereinsmitglieder. «Früher war das Sache der Primarschule. Mit dem Erlös wurde das Skilager mit­finanziert», erzählt er. Als die Schule den Anlass aufgab, nahmen die Vorstandsmitglieder die Zügel in die Hand. So wurde es möglich, mit dem Dorf den 40. Zwiebelmarkt-Geburtstag zu feiern. Eine Tradition mit langem Atem und starkem Kern.

Zwei Klappstühle warteten am Hallenrand auf ihre Ehrengäste: Die Väter des Zwiebelmarktes, die ehemaligen Lehrkräfte Walter Müller und Kurt Thalmann. «Die Idee brachte damals mein Kollege Walter Müller ein», betont Thalmann. 41 Jahre lang drückten die Kinder bei ihm die Schulbank. Heute wohnt der ehemalige Lehrer im Tessin. «Aber für den Zwiebelmarkt bin ich extra angereist», meint er mit einem Lächeln. Gern erinnern sich die Lehrer an Geschichten rund um den Zwiebelmarkt. An das freundliche Gastrecht in verschiedenen Gärten oder ans Zöpfeflechten in alten Scheunen. «In Spitzenzeiten kamen 150 Zöpfe zustande.»

Zwiebeln kommen von der Stiftung Mansio

Die benötigten rund 450 Kilo Zwiebeln für den aktuellen Anlass hatten Mitarbeiter der Stiftung Mansio gepflanzt, geerntet, geputzt, zu Zöpfen geflochten und in Kisten gefüllt. Vom Erlös – an die 3000 Franken – sollen Kinder und Jugendliche aus dem Dorf unterstützt werden. «Es besteht die Möglichkeit, bei uns Gönner zu werden», meint Pix Müller. Ob Gast oder Gönner: Alle verband das gemütliche Miteinander bei Käseteller, Zwiebelwähe oder Kuchen. «Ich komme fast jedes Jahr», erzählt Prisca Knöpfi aus Tägerwilen. Sie ist ein treuer Gast der ersten Zwiebelmarkt-Stunde: «Schön, dass die Tradition lebendig bleibt. Ich hätte das sonst sehr vermisst.»

Hana Mauder Wick

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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