GÜTTINGEN: Einheimisches Projekt überzeugt

Bislang mussten die Besucher des Badeplatzes ohne Gastronomie auskommen. Der Gemeinderat will nun die Idee einer Seebar mit Lounge während der Sommermonate vertieft prüfen.

Martina Eggenberger Lenz
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Andreas Beurer und Marc Azzali möchten in der Güttinger Badi eine Lounge betreiben. (Bild: Reto Martin)

Andreas Beurer und Marc Azzali möchten in der Güttinger Badi eine Lounge betreiben. (Bild: Reto Martin)

Martina Eggenberger Lenz

martina.eggenberger@­thurgauerzeitung.ch

Der Naturbadeplatz hat Charme, Er ist klein, aber fein. Jüngst wurden die Grillstellen und der Spielplatz aufgewertet, das kommt bei Familien gut an. Ausserdem konnte man am See in Güttingen bislang gratis parkieren. Diese Zeiten sind allerdings vorbei. Die Gemeinde führt auf diese Saison eine Parkplatzbewirtschaftung ein (unsere Zeitung berichtete). Geht es nach dem Gemeinderat, soll es ab diesem Jahr in der Badi neu auch eine richtige Gastronomie geben. Erste Erfahrungen hat man in den letzten zwei Jahren mit einer kleinen EM-Lounge und einer sporadisch geöffneten Floss-Bar gemacht. Jetzt geht es um eine hochwertigere Infrastruktur. Die zwei jungen Unternehmer Marc Azzali und Andreas Beurer möchten mit ihrer in Güttingen beheimateten Firma Prioma das Projekt Kaaya umsetzen.

Der beste von ­ drei Vorschlägen

Dieses beinhaltet einen Gastro-Container und eine Bestuhlung für rund 60 Gäste. Es sei vergleichbar mit der Sealounge in Kreuzlingen oder der Hafenlounge in Romanshorn, sagt Azzali. Die Rede ist von einer temporären Baute, die von Frühling bis Herbst auf der Badiwiese stehen wird. Insgesamt drei Anfragen sind beim Gemeinderat für den Betrieb einer Gastronomie unaufgefordert eingegangen.

Kaaya sei klar der Favorit, sagt Gemeindepräsident Urs Rutishauser, vor allem dank der Erfahrung von Azzali und Beurer im Bereich der Eventgastronomie. Im Gemeinderat sei man sich einig, dass eine «sanfte Bewirtschaftung» der Badi wünschenswert sei. Zusammen mit der neuen Parkplatzbewirtschaftung und der Anbindung an die seequerende Schiffsverbindung mache eine solche Sinn. Die temporäre Baute sei in der Seebadzone grundsätzlich möglich. Die Anwohner wurden bereits zu einem Gespräch eingeladen und auch die übrige Bevölkerung ist dazu aufgerufen, ihre Meinung zur Badi-Gastronomie kund zu tun. Es gehe um die Grundsatzfrage, ob man die Badi naturbelassen oder aktiv gestalten wolle. Die öffentliche Auflage des Baugesuchs soll diesen Freitag publiziert werden.

Ein Treffpunkt für die Bevölkerung

Für Marc Azzali und Andreas ­Beurer geht es darum, mit dem Projekt im Dorf etwas zu bewegen, einen Treffpunkt für die gesamte Bevölkerung anzubieten. «Die Lounge soll ein gemütlicher Ort zum Geniessen werden», sagt Azzali. Der Gemeinderat hat sich übrigens bereits Gedanken darüber gemacht, welche Öffnungszeiten sinnvoll sein würden. Unter der Woche soll um 22AABB22Uhr Schluss sein, freitags und samstags würde ein Betrieb bis 24AABB22Uhr gestattet werden. Auch Veranstaltungen sollen gemäss Urs Rutishauser in der Seebar möglich sein. Sie würden aber eine zusätzlichen Bewilligung benötigen.