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GÜTTINGEN: Ein Statuswechsel mit Hürden

Vor fast drei Jahren hielt sie als auf Zeit gewählte Pfarrerin ihre erste Predigt. Jetzt ist Edina Olah definitiv mit einem feierlichen Gottesdienst in Amt und Würden eingesetzt worden.
Hana Mauder Wick
Edina Olah wird von Dekan Tibor Elekes in ihr Amt als Pfarrerin eingesetzt. (Bild: Hana Mauder)

Edina Olah wird von Dekan Tibor Elekes in ihr Amt als Pfarrerin eingesetzt. (Bild: Hana Mauder)

Hana Mauder Wick

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Musik, Chorgesang und bewegende Worte: Die Feier einer Amtseinsetzung ist ein ganz besonderer Moment. Hier schliesst sich der Kreis und Türen öffnen sich für die Zukunft. «Du wirst dein Amt mit Kraft und Zuversicht füllen», sagte Dekan Tibor Elekes zu Beginn. Als roter Faden des Gottesdienstes diente die Liebe zu Gott und zu den Menschen. Zum Auftakt las Martina Brendler als Mentorin der Pfarrerin aus dem ersten Johannesbrief. Geige und Orgel sorgten für Gänsehaut-Momente. Und schon war er da, der grosse Augenblick.

Die Zeit verfliegt, doch die Liebe bleibt

Dekan Tibor Elekes wandte sich an die Evangelische Kirchgemeinde Güttingen mit den Worten: «Tempus fugit, amor manet – die Zeit verfliegt, doch die Liebe bleibt.» Er spannte einen Bogen durch die Zeit: Von jenem Moment im August 2014, als Edina Olah in der hiesigen Kirche ihre erste Predigt hielt, bis hin zu ihrer einstimmigen Wahl durch die Kirchgemeinde und die heutige Amtseinsetzung. «Du wirst die Kirchgemeinde zum Glauben an Gottes Liebe einladen», sagte Elekes. Mit den Worten «Ja, ich will mit Gottes Hilfe» nahm die gebürtige Ungarin ihren Statuswechsel an. Ein Lob im Namen des Vorstandes der Evangelischen Kirchgemeinde Güttingen überbrachte Präsident Siegfried Brandt: «Du kamst als Frau Olah hier an und wurdest zu Edina.»

Dabei galt es, einige Hürden zu meistern. Von Kirchenrecht über Geschichte bis hin zu Verwaltungsaufgaben nach Schweizer Norm musste sich Edina einiges aneignen. Ihre Predigt widmete die Pfarrerin der Kunst des richtigen Zuhörens. Sie sprach von der Bedeutung des Hinhörens, davon, wie leicht es sei, jemanden zum Schweigen zu bringen oder ihn zu überhören. Der Feind des Zuhörens sei mangelnde Zeit und Ignoranz. Sich zurücknehmen, der Geschichte eines anderen Raum geben: «Das ist ein Akt der Begegnung und ein Geschenk», sagte sie.

Vertreter von Behörden und Gemeinde überbrachten ihre Grussbotschaften. Zum Auftakt lobte Rolf Bartholdi vom Kirchenrat der Evangelischen Landeskirche Thurgau Edina Olahs Engagement. «Du hast mit Bravour bestanden», sagte er. Als Vertreter der katholischen Kirchenbehörde erklärte Urs Ziegler: «Nur gemeinsam werden wir als starke Gemeinschaft die Aufgaben der Zukunft meistern.» Im Namen der politischen Gemeinde überbrachte Gemeinderätin Vanessa Krug ein Präsent und den Wunsch, die Pfarrerin möge in der ländlichen Gemeinde einen fruchtbaren Boden für ihr Wirken vorfinden. Mit Musik und einem Gebet klang der Gottesdienst aus. Im Anschluss bot sich bei Gulaschsuppe Gelegenheit für Gratulationen und Gespräche.

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