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GÜTTINGEN: Ein Feuerwerk zum Abschied

Dirigentin Marianne Thalmann hat sich am Sonntag in der «Rotewis» mit einem mitreissenden Konzert aus der Blasmusikszene verabschiedet. Ihr Sohn Dani Felber war einer der mitwirkenden Stars.
Barbara Hettich
Mutter und Sohn gemeinsam auf der Bühne: Marianne Thalmann dirigiert, Dani Felber spielt Trompete. (Bild: Andrea Stalder)

Mutter und Sohn gemeinsam auf der Bühne: Marianne Thalmann dirigiert, Dani Felber spielt Trompete. (Bild: Andrea Stalder)

Barbara Hettich

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Ein einmaliges, sensationelles Konzert mit Hühnerhautfeeling und Standing Ovations erlebten die Besucher gestern in der Mehrzweckhalle Rotewis in Güttingen. Auf der Bühne spielte ein zusammengewürfeltes Orchester mit 50 der besten Blasmusikanten der Ostschweiz und mit Pepe Lienhard, Lisa Stoll, Dani Felber und Matthias Aeberhard vier Weltklasse-Solisten. Am Dirigentenpult stand Marianne Thalmann, die gewohnt temperamentvoll-mitreissend den Takt angab. Zum letzten Mal, denn dieses Konzert war ihr fulminanter Abschied nach 35-jähriger Dirigententätigkeit. Damit hat sie sich und alle Mitwirkenden zu ihrem 65. Geburtstag musikalisch reich beschenkt. «Für mich ist das ein Wahnsinns-Moment, mit solch aussergewöhnlichen Musikern gemeinsam auf der Bühne zu stehen», sagte Marianne Thalmann.

Bei einem Neujahrskonzert ist sie Lisa Stoll begegnet

Während der vergangenen 35 Jahre ist Marianne Thalmann vielen begabten Musikern begegnet oder über sie gestolpert, wie beispielsweise Lisa Stoll bei einem Neujahrskonzert in Schaffhausen. «Es macht extrem Freude mit Marianne zu spielen», sagte Lisa Stoll und holte virtuos die reinsten Töne aus ihrem Alphorn hervor.

Vor 40 Jahren habe ihn seine Mutter Marianne Thalmann mit der Blockflöte zu einem Jekami-Musikwettbewerb nach Romanshorn geschickt, erzählte der Startrompeter Dani Felber. Dies sei die Initialzündung für seinen Werdegang als Musiker gewesen, sagte er und setzte mit seinen Soli den Saal unter Strom. «Danke, Marianne, für dä Bueb», fehlten dem redegewandten Moderator Jürg Marolf anschliessend fast die Worte.

Eine Verschnaufpause wurde dem Publikum mit der «Moonlight Serenade» vergönnt, am Tenorsax brillierte die Musikerlegende Pepe Lienhard. «Ich habe gute Gründe hier zu sein», sagte er. Der Erlös des Konzerts geht an die Stiftung Lebensfreude, präsidiert von seiner Frau Christine Lienhard. Zudem habe er die Karriere von Dani Felber mitverfolgt und so auch Marianne Thalmann kennen gelernt. «Schade, dass du aufhörst. Du hast eine solch positive Ausstrahlung und kannst die Leute mitreissen», sagte Pepe Lienhard.

Aeberhard sang Adele und Frank Sinatra

Mit seiner gewaltigen Tenor-Stimme sang Matthias Aeberhard passend zum Abschied «This is the End» aus «Skyfall» von Adele und «My Way» von Frank Sinatra. Marianne Thalmann geht konsequent ihren Weg. Nach dem gemeinsamen ultimativen Höhepunkt mit Orchester und allen vier Solisten auf der Bühne überreichte sie dem überraschten Patrick Wirz von der Musikgesellschaft Berlingen den Dirigentenstab.

Die Besucher waren begeistert, beim anschliessenden Apéro gab es nur Lob. «Das war ein sensationelles Konzert und eine super Auswahl der Stücke», sagte beispielsweise Konzertbesucher Beat Schweizer von der Stadtmusik St. Gallen. Helen Bössow vom Musikverein Eintracht Güttingen war eine der 50 Glücklichen, die im Orchester mitspielen durften: «Es war einfach hammermässig, dabei zu sein.»

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