GÜTTINGEN: Bloss nicht in die Kamera schauen

Das Restaurant Sokrates hat am Montag einen Auftritt in der SRF-Sendung «Mini Beiz, dini Beiz». Die Gastgeberin Claudia Timogan und Stammgast Desirée Müller sind auf die Rückmeldungen gespannt.

Viola Stäheli
Merken
Drucken
Teilen
Gastgeberin Claudia Timogan im «Sokrates». (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Gastgeberin Claudia Timogan im «Sokrates». (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Viola Stäheli

viola.staeheli@thurgauerzeitung.ch

«Die Vorspeise war ein Spinatsalat mit Linsen und Äpfeln, als Hauptgang wurde Kalbs-Cordon- bleu mit Gemüse und Kartoffeln serviert.» Desirée Müllers Schil­derungen des Menus klingen schmackhaft. Serviert wurde es am Abend, als das SRF im «Sokrates» vorbeigeschaut hat. «Ich wurde angefragt, ob ich in der Sendung ‹Mini Beiz, dini Beiz› mitmachen wolle», erzählt sie. In diesem Sendeformat stellen in einer Woche fünf Stammgäste ihr Lieblingsrestaurant vor (siehe Infokasten) und versuchen die anderen davon zu überzeugen, dass die eigene Beiz die beste sei. Das «Sokrates» war eines in der Thurgauer Serie, welche nächste Woche ausgestrahlt wird.

«Als ich die Anfrage erhielt, habe ich mich an Claudia Timogan-Brunschwiler gewandt», sagt Desirée Müller. Denn die Bottighoferin ist die Gastgeberin im Restaurant Sokrates und eine langjährige Freundin. Im vergangenen Dezember hat sie ihre Arbeit in Güttingen aufgenommen. «Ich bin wegen Claudia tatsächlich sehr oft hier, aber natürlich finde ich auch die Lage des ‹Sokrates› am Seeufer genial», sagt Müller.

«Ich habe die Sendung zwar gekannt, aber niemals damit gerechnet, selbst mitzumachen», sagt Claudia Timogan. Als Desirée Müller anfragte, war sie aber sofort dabei. «Die Sendung ist für uns eine wichtige Plattform, um noch bekannter zu machen, dass das Restaurant Sokrates öffentlich ist.» Seit fünf Jahren ist dies der Fall – doch noch immer wüssten das viele nicht.

Public Viewing am Montag im Restaurant

Im August war es dann so weit und das SRF samt den vier anderen Stammgästen besuchten das Restaurant Sokrates. «Wir mussten uns für zwei Gänge entscheiden», sagt Timogan. Ausserdem sollte das servierte Menü auf der regulären Speisekarte sein. «Mir war schnell klar, dass ich das Cordon bleu will», sagt Müller lachend. Das gönne sie sich immer nach einer überstandenen Hürde – wie etwa nach einer erfolgreich abgeschlossenen Prüfung. «Der Abend ist bei den Gästen gut angekommen», sagt Timogan. Ob das «Sokrates» auch zum Siegerrestaurant gekürt worden ist, wollte sie noch nicht verraten.

Der Abend im «Sokrates» wird diesen Montag ausgestrahlt. Dazu wird es ein Public Viewing im Restaurant geben – und natürlich das in der Sendung servierte Menü angeboten. «Am Freitag werden wir auch ein Public Viewing machen, dann fällt die Entscheidung», sagt Timogan. Die beiden Frauen sind gespannt, welche Rückmeldungen sie erhalten werden. «Ich kann erst am Montagabend sagen, ob ich wieder mitmachen würde. Dann weiss ich nämlich, wie ich mich angestellt habe», sagt Claudia Timogan lachend. Auf jeden Fall sei es eine interessante Erfahrung gewesen, das Fernsehen im Haus gehabt zu haben. Herausfordernd war für die Gastgeberin vor allem eines: «Man sollte nicht in die Kamera schauen», sagt sie. Das sei schwerer als gedacht.