Güttingen bleibt mit Kreuzlingen verbunden

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Auf der anderen Seite der Stadt ist der Kanton bei den Buslinien mehr auf die Wünsche der Gemeinden eingegangen. Zwar bleibt die Linie 922 Altnau–Lengwil–Ekkarthof im neuen Fahrplan gestrichen. Doch mit allerlei Anpassungen kann der Abbau ausgeglichen werden. Die Linie 923 fährt künftig von Kreuzlingen über den Altnauer und den Güttinger Bahnhof. Dass der Altnauer Bahnhof bedient wird, war für Gemeindepräsident Hans Feuz ein grosses Anliegen. Entsprechend ist er zufrieden, dass die Argumente beim Kanton gehört worden sind. Dass die Gemeinde dort noch einen Wendeplatz bauen müsse, sei bereits eingeplant und vorbereitet. Einen solchen muss auch Güttingen bei seinem Bahnhof erstellen. Gemeindepräsident Urs Rutishauser sieht darin kein Problem. Sein Dorf erhält drei zusätzliche Haltestellen beim Coop, bei der Kirche und eben am Bahnhof, das sei natürlich gut und man bleibe zudem mit Altnau verbunden. Im letzten Fahrplanentwurf war diese Verbindung gekappt worden. Güttingen hätte dafür ein Postauto nach Amriswil erhalten. Eine Linie, die man sich in Güttingen sehr gewünscht hatte. «Dass diese Verbindung wieder gestrichen wurde, ist ein Wermutstropfen», sagt Urs Rutishauser. Die Linie 923 wird nun auch weiterhin das Landschlachter Blindenzentrum bedienen. Münsterlingen sei mit den Änderungen zufrieden, sagt Gemeindepräsident René Walther.

Damit die Postauto-Linie 923 überhaupt alle diese Haltestellen im Halbstundentakt bedienen kann, müsse man ein zusätzliches Fahrzeug einsetzen, erklärt Urs Zingg von der Abteilung öffentlicher Verkehr des Kantons. Genau dies hatte man aus Kostengründen eigentlich vermeiden wollen. Ein weiteres Problem des letzten Fahrplanentwurfs konnte man ebenfalls lösen. Durch die Streichung der Linie 922 wäre eine wichtige Verbindung zum Ekkharthof entfallen. Diese wird nun durch die Linie 924 kompensiert, die von Weinfelden über Illighausen neu den Kreuzlinger Hafenbahnhof ansteuert. Zu den Hauptverkehrszeiten werde es zudem Zusatzkurse geben, die vom Hafenbahnhof jeweils nur bis zum Ekkarthof verkehren. Für Ciril Schmidiger, Gemeindepräsident von Lengwil, ist mit den Änderungen im neuen Fahrplanentwurf das minimale Ziel erreicht. Natürlich sei es sehr schade, dass die Linie 922 gestrichen werde, weil sie als einzige den Bahnhof Lengwil anfährt. Aber dass immerhin der Ekkharthof als wichtiger Arbeitgeber erschlossen bleibe, sei für die Gemeinde sehr wichtig. (ubr)