GÜTTINGEN: Auf Grün folgt Blau-Weiss, nicht Pink

Die neue Fahne ist entrollt: Der Musikverein Eintracht Güttingen hat sie am Unterhaltungsabend am Samstag feierlich eingeweiht. Danach überzeugten die Musiker mit ihrem Repertoire.
Die neue, blau-weisse Fahne wird entrollt, die alte weht noch im Hintergrund. (Bild: Barbara Hettich)

Die neue, blau-weisse Fahne wird entrollt, die alte weht noch im Hintergrund. (Bild: Barbara Hettich)

44 Jahre lang hat die grüne Fahne den Musikverein Eintracht Güttingen an die kantonalen und eidgenössischen Musikfeste und Kreismusiktage begleitet. Dies hat seine Spuren hinterlassen. Vor vier Jahren hat Präsident Tristan Rutishauser den Vereinsmitgliedern schmackhaft gemacht, dass es an der Zeit sei, eine neue anzuschaffen. Am Unterhaltungsabend am Samstag war es soweit: Feierlich wurde das neue Tuch entrollt. Zur Belustigung des Publikums erst ein gewagtes Modell in pink, hinter dem dann noch ein seriöseres, blau-weisses Exemplar zum Vorschein kam. Fähnrich Walter Gurtner, der seit 50 Jahren im Musikverein die Fahne schwingt, durfte nach einer kurzen Übelkeitsattacke und unter tosendem Applaus, die neue in Empfang nehmen und die alte abgeben.

Als Fahnengötti amtete der Musikverein Sommeri. Eine Fahne sei ein Zeichen des Zusammenhalts, sagte deren Präsidentin Raphaela Hug und wünschte den Güttingern: «Möge eure neue Fahne immer stramm im Wind stehen.»

Im musikalischen Teil des Abends begeisterte der Musikverein Eintracht mit einem abwechslungsreichen Programm. Den Auftakt bestritten die Music Kids, die Nachwuchsformation der Musikvereine Altnau, Güttingen, Scherzingen und Langrickenbach. Unter dem Motto Hüttenzauber marschierten die Güttinger Musikanten in Dirndl und Lederhosen zur flotten Polka durch die Zuschauerreihen und brachten beste Stimmung in die Rotewis-Halle.

Die Spielfreude war spürbar

Sie brillierten mit anspruchsvollerer Musikliteratur und spielten mit Leichtigkeit und spürbarer Spielfreude. Martin Enz brachte im Stück «Einsamer Hirte» das Euphonium zum Klingen, während sich die Trompeter Gabriel Koller und Patrick Bättig mit «Max und Moritz» in die Herzen der Zuschauer spielten. Hinreissend war das gemeinsame Klarinettensolo von Andreas Zwick und der 13-jährigen Eliane Bättig. Mit solchen Nachwuchstalenten in den Reihen dürfte die Fahne des Musikvereins Eintracht Güttingen noch lange wehen.

Barbara Hettich

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

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