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GÜTTINGEN: «Ab und zu flattern die Nerven»

Am Muttertag, 13. Mai, lädt Dirigentin Marianne Thalmann zum Konzert eines 50-köpfigen Blasorchesters mit vier Starsolisten. Es ist ihr Abschied nach 35 Jahren auf der Bühne.
Hana Mauder Wick
Dirigentin Marianne Thalmann mit ihrer Hündin Joya. (Bild: Hana Mauder Wick)

Dirigentin Marianne Thalmann mit ihrer Hündin Joya. (Bild: Hana Mauder Wick)

Hana Mauder Wick

kreuzlingen@thurgauerzeitung.ch

Marianne Thalmann, wie laufen die Vorbereitungen für das Abschiedskonzert?

Der Vorverkauf läuft ausgezeichnet. Ich habe viele gute Leute, die mir bei der Organisation unter die Arme greifen. Trotzdem flattern ab und zu die Nerven. Es ist ja eine grosse Kiste.

Wie ist die Idee zu dieser Matinee entstanden?

Ich wollte meinen 65. Geburtstag ursprünglich mit meinen Musikfreunden, die mich in den 35 Jahren meiner Dirigenten-Karriere begleitet haben, feiern. Ich rief den ersten Musiker an und der sagte spontan: Dann mach doch gleich noch ein Konzert. Ich spiele für dich die Klarinette. Das hat eine Flamme in mir entzündet.

Es spielen also 50 Blasmusiker zusammen?

Ja, es sind alles Musiker, die meinen musikalischen Lebensweg gekreuzt haben. Und dann dachte ich, da braucht es noch ein paar Solisten. Die spontane Zusage der vier grossen Persönlichkeiten hat mich sehr gefreut. Sie alle kommen unentgeltlich und treten für eine gute Sache auf: die Stiftung Lebensfreude.

Sie haben 35 Jahre verschiedene Orchester in der Ostschweiz dirigiert. Spielen Sie ein Instrument?

Ich bin Allrounderin ohne Diplom, aber mit einem guten Feeling für musikalische Nuancen und für Menschen, die Musik machen. Früher habe ich Trompete gespielt, Saxofon und Posaune.

Wurde Ihnen die Begeisterung für die Musik in die Wiege gelegt?

Mein Vater hat gern gesungen und gepfiffen. Aber er hat mir nie erlaubt, ein Blasinstrument zu lernen. Das habe ich mir als junge Frau alles selber erarbeitet.

Und als Mutter haben Sie Ihrem Sohn und Trompeter Dani Felber die Liebe zur Musik weitergegeben

Zuerst habe ich ihn unterrichtet. Es wurde schnell klar, dass er besser spielt als ich. Von da an schickte ich ihn zu bekannten Musiklehrern.

Legen Sie nach dieser Muttertags-Matinee am kommenden Sonntag Sie den Dirigentenstab wirklich nieder?

Ja. Es ist der passende Moment und nach dem Konzert ist Schluss. Ich möchte nämlich noch viel Zeit mit meiner betagten Hündin Joya verbringen.

Was möchten Sie mit diesem Konzert vermitteln?

Die Liebe unter den Menschen ist das wichtigste im Leben. Das soll in der Rotewis spürbar werden: All diese Musiker und Solisten zeigen viel Liebe, wenn sie unentgeltlich für eine gute Sache ihre Zeit verschenken. Für Menschen, die weniger Glück haben als wir.

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