Gruppe stösst auf wenig Verständnis

Mit Bedauern, aber nur wenig erstaunt nimmt die Vorsteherschaft der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen zur Kenntnis, dass die Dialoggruppe keinen weiteren Dialog mehr will. Das teilt Präsident Thomas Gisler mit.

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Thomas Gisler, Präsident Katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Thomas Gisler, Präsident Katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Mit Bedauern, aber nur wenig erstaunt nimmt die Vorsteherschaft der Katholischen Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen zur Kenntnis, dass die Dialoggruppe keinen weiteren Dialog mehr will. Das teilt Präsident Thomas Gisler mit. Es habe sich seit geraumer Zeit herausgestellt, dass weniger das Gespräch, sondern vielmehr Unterstützung gesucht werde, in der Absicht, Pfarrer Alois Jehle aus Kreuzlingen wegzuhaben. «Diese Absicht findet aber innerhalb der Pfarrei wenig Unterstützung, zumal die Kritik an seiner Amtsführung und Seelsorge bei vielen aktiven Kirchgängern als harsch und ungerechtfertigt empfunden wird.» Dass die Dialoggruppe nunmehr einen Rückzieher mache, Gespräche verweigere und an keinem weiteren Austausch mehr interessiert sei, sei diesbezüglich nachvollziehbar.

«Der Rückzieher erfolgt zudem in einem Moment, wo die Früchte der dreijährigen Aufbauarbeit in St. Ulrich offensichtlich werden: gut gefüllte Kirchenbänke, ein gut funktionierendes Seelsorgeteam, ein gutes Jugendangebot, Seniorenarbeit und vieles mehr», schreibt Gisler. «Das sind zweifelsohne klare Verdienste von Jehle, was seinen Gegnern mit ihren Absetzungsideen nicht gerade in die Hände spielt.»

Es sei erstaunlich, dass die Hälfte der Unterzeichnenden der Dialoggruppe gar keine Angehörige von St. Ulrich seien, findet Gisler weiter. Diese seien nicht zum internen Ausspracheabend eingeladen und könnten nur wenig beitragen. «Die Kirchenvorsteherschaft hat die immer gleichen und schon mehrmals ins Feld geführten Vorwürfe seitens der Dialoggruppe im wesentlichen bereinigen und grösstenteils sachlich richtig- stellen können.» In Fragen der Theologie und zur Haltung der katholischen Kirche in Glaubensfragen sei die Vorsteherschaft nicht zuständig. Zur Klärung dieser Fragen wurde und wird auf die Gesprächsabende mit Bischofsvikar Ruedi Heim verwiesen.

«Nichtsdestotrotz: Der Abend findet auch ohne die Dialoggruppe statt, ebenso der zweite Abend mit dem Bischofsvikar zu theologischen Fragen, zu dem Angehörige beider Kreuzlinger Pfarreien eingeladen sind.» (ndo)