Grundlage für Entscheidungen

Der Gemeinderat und eine Arbeitsgruppe haben für Bürglen ein Gemeindeporträt erstellt. Die Bevölkerung kann sich an einem Podium darüber informieren.

Hannelore Bruderer
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BÜRGLEN. Gemeindeammann Erich Baumann legt Karten auf den Tisch. Sie zeigen auf, welche Entwicklungschancen und -möglichkeiten in Bürglen bestehen und welche Themen und Aufgaben angegangen werden müssen, um diese zu ergreifen.

In drei Workshops erarbeitet hat sie der Gemeinderat sowie eine 17köpfige externe Arbeitsgruppe. «In der Arbeitsgruppe haben Personen aus Bürglen mitgearbeitet, die aus ganz unterschiedlichen Bereichen kommen und verschiedenen Altersgruppen angehören», erklärt der Gemeindeammann.

Potenzial erkennen

Den Anstoss zum Projekt gaben die geplanten Strassenbauprojekte BTS und OLS. Der Kanton suchte vier Gemeinden, die sich der Aufgabe stellten, ihre Orte zu durchleuchten und das Zukunftspotenzial auszuloten. Bürglen, Altnau, Langrickenbach und Egnach machten beim Projekt mit. Unterstützt wurden sie vom Büro für Stadtfragen. Bürglen beteiligt sich mit 10 000 Franken an den Kosten seines Gemeindeporträts, den Rest übernimmt der Kanton.

Die geplante BTS/OLS sei zwar Auslöser des Projekts gewesen, stehe aber keineswegs im Mittelpunkt des Projekts und schon gar nicht im Zentrum des Podiumsgesprächs, betont Baumann. Dafür gebe es andere Plattformen.

Zukünftige Entwicklung

«Beim Gemeindeporträt haben wir uns Gedanken über die gesamte zukünftige Entwicklung der Gemeinde gemacht», so Baumann. Er sieht die Potenzial- und die Entwicklungskarte sowie den Schlussbericht, der erst nach den Erkenntnissen aus dem Podium seine definitive Form erhält, als Grundlage für künftige politische und planerische Entscheidungen.

Der Gemeinderat und die Arbeitsgruppen haben sich beim Projekt mit fünf Punkten auseinandergesetzt. Sie haben die Themen Standort, Ökologie, Geschichte, Lebensraum und Infrastruktur behandelt. Im Bereich der Infrastruktur ist eines der dringendsten Anliegen der Durchgangsverkehr von Ost nach West. «Dieses Thema darf aber nicht für sich alleine betrachtet werden. Es ist Teil eines Gesamtverkehrskonzepts», erklärt Baumann, «dazu gehören zum Beispiel auch Nebenstrassen, Tempo-30-Zonen und Schulwege.»

Ähnlich verhält es sich in den anderen Bereichen. Auch dort werden einzelne Handlungsfelder nicht isoliert betrachtet, sondern in einen grösseren Zusammenhang gestellt.