Grünes Licht für Hochhausbau

Der Kreuzlinger Gemeinderat wollte das Hochhauskonzept am Donnerstag zwar nicht absegnen. Das bedeutet jedoch keine Ablehnung. Im Gegenteil: Der Stadtrat kann nun vorwärtsmachen mit den Überbauungen Löwen und Wolfacker.

Urs Brüschweiler
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Ernst Zülle Stadtrat Kreuzlingen (CVP) Departement Bau (Bild: Reto Martin)

Ernst Zülle Stadtrat Kreuzlingen (CVP) Departement Bau (Bild: Reto Martin)

KREUZLINGEN. «Ich sehe das nicht als Niederlage», sagt Ernst Zülle einen Tag nachdem der Gemeinderat entschieden hat, er wolle das Hochhaus-Konzept nicht behandeln. Für den zuständigen Stadtrat im Departement Bau bedeutet dies nun, dass man Grünes Licht für die Weiterbearbeitung der Gestaltungspläne Wolfacker Ost und Löwen-Sallmann hat. «Ich habe den Nicht-Eintretens-Entscheid so verstanden, dass der Stadtrat das nun in eigener Kompetenz machen soll», sagt Zülle. Konkret bedeutet dies, dass die hängigen Einsprachen gegen den bereits öffentlich aufgelegten Gestaltungsplan Wolfacker Ost nun entschieden würden.

Es soll vorwärtsgehen

Beim Gestaltungsplan Löwen/Sallmann hätten die Grundstückbesitzer noch kleinere Landumlegungen zu tätigen. Wenn das geschehen ist, kann auch dieser Gestaltungsplan, der vom Stadtrat bereits genehmigt worden ist, öffentlich aufgelegt werden. «Es ist dringend nötig, dass wir diese Überbauungen vorantreiben», sagt Zülle. Beides seien sehr gelungene Projekte. Ihn beeindruckten vor allem die vielen parkähnlichen Freiflächen, welche zwischen den Gebäuden entstünden. In der Löwen-Überbauung seien auch 90 Alterswohnungen und 2000 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen, betont der Stadtrat.

Formale Gründe

Zülle hat am Donnerstag vom Gemeinderat zwar nicht den gewünschten Richtungsentscheid erhalten, ob man in Hinsicht auf die Ortsplanung mit dem Hochhauskonzept auf dem richtigen Weg sei. Doch in vielen Einzelgesprächen habe er herausgespürt, dass die meisten mit der Stossrichtung einverstanden sind. Und auch die vorberatende Kommission stand dem Inhalt des Konzepts wohlwollend gegenüber, sagt Zülle. Tatsächlich hatten sich während der Gemeinderatssitzung SVP- und FDP-Vertreter klar dahingehend geäussert, dass Hochhausbau in Kreuzlingen möglich sein sollte. Nicht eintreten auf das Geschäft wollten die Gemeinderäte aus formalen Gründen. Sie seien nicht zuständig, das Konzept und die Gestaltungspläne liegen in der Kompetenz des Stadtrats.

Die Überbauung Wolfacker könnte gemäss eines Studienauftrages so aussehen. (Bild: pd)

Die Überbauung Wolfacker könnte gemäss eines Studienauftrages so aussehen. (Bild: pd)

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