Grünes Licht für eine Eisbahn

Jetzt steht es fest: Diesen Winter kann in Amriswil Schlittschuh gelaufen werden – unabhängig von den herrschenden Temperaturen. Der Stadtrat hat diese Woche sein definitives Einverständnis zu «Amriswil on Ice» gegeben.

Roger Häni
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«Amriswil on Ice»: Denise Biellmann wird Ende November die Amriswiler Eisbahn eröffnen. (Bild: Donato Caspari)

«Amriswil on Ice»: Denise Biellmann wird Ende November die Amriswiler Eisbahn eröffnen. (Bild: Donato Caspari)

Noch ist es Sommer. Doch in weniger als drei Monaten wird auf dem Amriswiler Marktplatz ein 20 mal 30 Meter grosses Eisfeld zum Schlittschuhlaufen bereit stehen. Was die Grösse des Feldes und die Betriebsdauer (27. November bis 3. Januar) anbelangt, ist der Stadtrat gänzlich dem Vorschlag der Projektgruppe «Amriswil on Ice» gefolgt. Änderungen am Konzept vorgenommen hat er jedoch bezüglich der Öffnungszeiten.

So sollen nur die publikumsschwächeren Abende zum Wochenbeginn für Gruppen oder Vereine reserviert sein, damit die künstliche Eisbahn ab Freitagnachmittag der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Ausserdem hat der Stadtrat eine Redimensionierung des Gastro-Konzeptes verlangt und entschieden, dass der Schlittschuhspass auf dem Marktplatz nicht gratis sein soll.

«Das finanzielle Risiko des Vorhabens soll durch ein kleines Entgelt der Eisbahn-Nutzer minimiert werden», erklärt Karl Spiess, Vizepräsident und Sponsoring-Verantwortlicher der Projektgruppe. Schliesslich sei ja auch der Badi-Eintritt nicht gratis.

Hauptsponsor gefunden

«Amriswil on Ice» steht ganz unter dem Patronat des Verkehrsvereins Amriswil, dem Karl Spiess als Präsident vorsteht.

Noch würden weitere Sponsoren benötigt, doch sind die Verantwortlichen guten Mutes, schwarze Zahlen schreiben zu können. «Die Thurgauer Kantonalbank hat als Hauptsponsor zugesagt und damit wesentlich dazu beigetragen, dass <Amriswil on Ice> stattfinden kann», sagt Projektgruppenmitglied Heidi Anderes.

Zurzeit sei man in Verhandlungen mit dem Vermieter der mobilen Eisbahn. Entschieden hat sich Amriswil für ein System der Sportprojekt AG (Aluminium-Eisbahn).

Dieses verbrauche einen Drittel weniger Energie als Konkurrenzsysteme, erklärt Spiess. Grundsätzlich hängen die Energiekosten jedoch stark von den Temperaturen ab, so dass nicht alle Umweltbedenken ausgeräumt werden können. Abgesehen davon habe die Idee aber fast ausschliesslich positive Reaktionen ausgelöst, freuen sich Anderes und Spiess.

Noch bleibt viel zu tun

Besondere Events (siehe Kasten), der Einbezug von örtlichen Gastronomiebetrieben und eine weihnachtliche Atmosphäre sollen auch Nichtschlittschuhläufer anlocken. Das Ziel ist klar: Das künstliche Eisfeld auf dem Marktplatz soll ab dem ersten Adventswochenende zum Treffpunkt für die ganze Bevölkerung werden.

Bis «Amriswil on Ice» Tatsache ist, kommt auf die Verantwortlichen aber noch eine Menge Arbeit zu. «Die Personalplanung ist noch nicht gemacht. Sicher ist aber, dass wir auf viele Helfer angewiesen sind», sagt Heidi Anderes.

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