Grüne: Stadt muss attraktiv und handlungsfähig bleiben

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Romanshorn Das Grüne Forum unterstützt den Stadtrat grundsätzlich in seinen Bemühungen, den Finanzhaushalt ins Lot zu bringen. Es ist mit den vorgeschlagenen Massnahmen aber nur bedingt einverstanden.

Grundsätzlich bemerkt die Partei: «Weil Löhne als Fixkosten attraktiv zum Streichen sind, muss man sich fragen, ob extern einzukaufende Leistungen nicht teurer kommen», schreiben die Grünen in ihrer Vernehmlassungsantwort. Und sie fragen sich, ob es sinnvoll sei, die Stab- stelle Projektrealisierung im Bereich der Stadtentwicklung abzuschaffen, wenn es gelte, Projekte umzusetzen. «Selbstverständlich Projekte, die möglichst vielen Einwohnern dienen und die bezahlbar sind.» In diesem Zusammenhang ist nach Meinung der Grünen auch der Lohn des Stadtammanns im Vergleich mit anderen grossen Gemeinden miteinzubeziehen.

Ja zu «Seeblick», Jugendtreff und Seebad

Die Partei spricht sich dagegen aus, Kosten für Aufgaben auf verschiedene Körperschaften aufzuteilen. Es mache auch wenig Sinn, an sich notwendige Aufwände kurzfristig herunterzufahren, um dann mittelfristig Folgekosten zu generieren (Jugendarbeit, Arbeitsintegration). Den «Seeblick» brauche es weiterhin (mit Beteiligung von Salmsach und den Schulen). Schliesslich falle auf, dass in den einzelnen Bereichen und Ressorts unterschiedlich gespart werden soll. Stichworte dazu: Parkplatzbewirtschaftung auch für die Angestellten der Stadt, Sparmöglichkeiten beim Strassenunterhalt.

Das Grüne Forum sagt unmissverständlich ja zu Romanshorn als Energiestadt und darum Nein zur Streichung der Förderbeiträge für Alternativenergie, Nein zur Streichung der Solarstromförderung und Ja zur Beibehaltung des Halbstundentakts des Busverkehrs.

Für die Partei ist klar: Es braucht neben den Sparmass- nahmen auch eine Erhöhung des Steuerfusses (und der Gebühren), denn diese machten nur einen Teil der Attraktivität eines Ortes aus. Und es erinnert daran, dass seinerseits einzig das Grüne Forum eine Senkung des Steuerfusses abgelehnt habe. Die Lebensqualität machten vor allem jene Angebote aus, die der Allgemeinheit und der Gemeinschaft dienen würden (Seebad, Jugendtreff, Kultur). Und damit auch jene Vereine und Gruppierungen, die sich freiwillig für die Menschen und die Natur einsetzen und engagieren würden. (red)