Grosszügige Halle und Sportanlagen

roggwil. An einer Vorversammlung wurde über Projektierung und Kosten einer Doppelturnhalle und eines Sportplatzes informiert. Die Realisierung ist ohne Steuererhöhung möglich.

Hedy Züger
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Die Visiere im Schwanggegarte stehen: Schul- und Politische Gemeinde Roggwil wollen zeitgemässe Sportstätten-Infrastruktur bereitstellen. (Bild: Max Eichenberger)

Die Visiere im Schwanggegarte stehen: Schul- und Politische Gemeinde Roggwil wollen zeitgemässe Sportstätten-Infrastruktur bereitstellen. (Bild: Max Eichenberger)

An einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung wird am 22. September über zwei Kreditvorlagen entschieden. Die Schulbehörde beantragt einen Baukredit von 7,3 Mio. Franken für den Bau einer Doppelturnhalle. Der Gemeinderat legt einen Kreditantrag von 1,75 Mio. Franken vor, um Aussensportanlagen zu erstellen. Schule und Politische Gemeinde haben den seit langer Zeit gewünschten Ausbau der sportlichen Infrastruktur gemeinsam an die Hand genommen.

Viel Zustimmung

Schulpräsident Hanspeter Keller und Gemeindeammann Werner Minder legten die Finanzierung offen. Beide Körperschaften gehen davon aus, die Bauvorhaben mit dem heutigen Steuerfuss finanzieren zu können. Das Projekt löste insgesamt grosse Zustimmung aus: Es sei höchste Zeit, etwas Überzeugendes, Grosszügiges zu bauen. Man baue für die Zukunft und für alle Roggwiler. Stimmbürger verwiesen auf den wünschbaren Kinderspielplatz, den Bedarf an Parkplätzen und eines Velounterstands. Andere verlangten eine breitere, transparente Galerie, Sonnenkollektoren und Photovoltaik. Der ökologische Gedanke sei gut verankert.

Hallenbau 23,5 mal 44 m

Die grössere Variante der Turnhalle kommt vor allem den Vereinen entgegen. In der Region besteht grosser Mangel an Hallen. Die Schulgemeinde Stachen interessiert sich dafür, den Turnunterricht nach Roggwil zu verlegen.

Bei einem Hallenmass von 23,5 mal 44 Metern und vier Garderoben ist die Doppelturnhalle so konzipiert, dass drei Schulklassen parallel turnen können, die Halle lässt sich in drei Kompartimente aufteilen. Schule und Sportvereine werden praktisch angelegte Geräteräume, eine Zuschauergalerie und ein kleines Office vorfinden. Damit ist die Durchführung kleiner und grösserer Anlässe gewährleistet. Der Aufwand für Heizung und Warmwasser wird minimiert. Mit dem Anschluss an den Wärmeverbund werden erneuerbare Energien genutzt.

Spielen, Laufen, Kugelstossen

Das vorgelegte Projekt für einen Sportplatz im Schwanggegarte sieht ein Naturrasenspielfeld von 90 × 58 Metern (plus Sicherheitsbereich) vor. Dies entspricht der minimalen Normgrösse, die für Meisterschaften zugelassen ist. Eine gute Bespielbarkeit auch bei nasser Witterung wird durch Sickerleitungen und -schlitzen sowie einen geeigneten Aufbau erreicht. Eine automatische Bewässerungsanlage kann das Rasenfeld über Nacht mit Brauchwasser beliefern. Zwischen dem Spielfeld und dem Tramälebach wird eine vierspurige 100-m-Laufbahn erstellt. Daneben ist eine Kugelstossanlage geplant. Vier Lichtmasten liefern blendfreie Beleuchtung. Ein Tauschvertrag soll den Landbesitz so regeln, dass jene Körperschaft, die die Infrastruktur erstellt, auch Besitzerin der entsprechenden Parzelle ist.

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