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Grosse Verdienste um die Schule Kesswil

Im Alter von 85 Jahren ist in Kesswil der ehemalige, sehr geschätzte Käsermeister und Schulpräsident Walter Iff gestorben. Geboren am 11. Oktober 1931, wuchs Walter Iff im Kanton Aargau auf, wo seine Eltern eine kleine Käserei und einen «Tante-Emma-Laden» in Williberg betrieben.
Hannes Stricker

Im Alter von 85 Jahren ist in Kesswil der ehemalige, sehr geschätzte Käsermeister und Schulpräsident Walter Iff gestorben. Geboren am 11. Oktober 1931, wuchs Walter Iff im Kanton Aargau auf, wo seine Eltern eine kleine Käserei und einen «Tante-Emma-Laden» in Williberg betrieben. Später übernahmen sie die Käserei in Hilfikon.

Nach der Lehre kam er in den Thurgau. In Wilen-Gottshaus lernte er seine zukünftige Frau Nelly Brüllmann kennen. Weitere Stationen waren Zihlschlacht, Hugelshofen, Langrickenbach und die Molkereischule Rüti bei Zollikofen. 1960 wurde in Hauptwil Hochzeit gefeiert, anschliessend durfte das junge Ehepaar die Käserei Kesswil übernehmen. Zu Beginn lieferten 28 Bauern jährlich 850 000 Kilo Milch. 31 Jahre später waren es nur noch 10 Lieferanten, die aber 930 000 Kilogramm Milch in die Käserei brachten. Walter Iff war bekannt für seinen guten Emmentaler.

Viel Freude in Kesswil

«Die mehr als 31 Jahre, die ich als Käser in Kesswil verbringen durfte, haben viel Freude bereitet», sagte Walter Iff. Und der ehemalige Präsident der Genossenschaft ergänzt: «Walter Iff war ein zuverlässiger, sorgfältiger und anerkannter Käsereimeister, auf den man sich immer verlassen konnte. Er hatte auch Humor, man denke nur an die vielen Erst-April-Scherze, die er unters Volk brachte. Und die Feuerwehrübungen, die er leitete, waren immer sehr gut vorbereitet.»

Die Käserei war damals noch Mittelpunkt des dörflichen Lebens, quasi ein «Freiluft-Jugendtreff», wo Jung und Alt sich zu einem Schwatz oder sogar zu einem Fussballmatch mit dem Käser trafen.

Bald wurde Walter Iff in die Schulvorsteherschaft gewählt. Völlig überraschend musste er 1971, in der Zeit des grossen Lehrermangels, das Präsidentenamt übernehmen. Zehn Jahre lang versah er dieses Amt mit grosser Umsicht. 72 Kinder wurden damals in zwei Drei-Klassen-Abteilungen unterrichtet, ohne Therapeuten, ohne Schulpsychologen, ohne Schulleiter, ohne Musik- oder Werklehrer (Ausnahme Arbeitsschule). Walter Iff liess der Lehrerin und dem Lehrer freie Hand, legte Wert auf Kontinuität und Disziplin beziehungsweise auf gezielte Vorbereitung auf den Übertritt an die Sekundarschule.

Die Käserei als Büro

Beim abendlichen Besuch in der Käserei konnten sowohl von Eltern- als auch von Lehrerseite anstehende Probleme besprochen werden – ohne lange Sitzungen und Besprechungen.

Ihm war auch daran gelegen, dass die Kinder sich bewegen. So machte er sich als Mitglied der Sekundarschulbehörde (1971–1981) stark dafür, dass die Oberstufenschüler nicht mehr mit dem Töffli zur Schule kommen durften, sondern das Velo nehmen mussten. In seiner Amtszeit wurde aber auch der Kindergarten Kesswil gegründet, und jährlich wurde während der Winterferien ein Skilager für die Mittelstufe (weitgehend selbst finanziert) durchgeführt. Die Schule Kesswil hat dem Verstorbenen viel zu verdanken, vor allem auch kerngesunde Finanzen.

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