Grosse Eingriffe vorgenommen

Das Einkaufszentrum Hubzelg erstrahlt in neuem Glanz. Bis übermorgen Samstag wird jetzt gefeiert. Die Verantwortlichen über den 22,5-Millionen-Umbau und weniger Kunden während der lärmigen Bauzeit.

Daniel Walt
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Ersetzt bisheriges Migros-Restaurant: Sessibon.

Ersetzt bisheriges Migros-Restaurant: Sessibon.

Nicht weniger als drei Möglichkeiten haben motorisierte Kunden, um in die neue Mall der «Hubzelg» und wieder zurück in die Garage zu gelangen: per Treppe, Lift oder auf Bändern. «Besonders die Rollbänder und der Lift waren grosse Eingriffe», sagt Arnold Schlauri, Projektleiter Bauwesen Migros Ostschweiz. Lärm, Staub und Dreck waren unvermeidbar – Personal und Kunden litten.

Nicht mehr zu vergleichen

Nach Erfahrungen der Migros kaufen zehn bis zwanzig Prozent der Kunden während solcher Umbauten anderswo ein – die meisten in anderen Filialen der gleichen Kette. «In unseren Märkten in Arbon und Amriswil spürten wir denn auch eine starke Zunahme», sagt Verkaufsgruppenleiter Sandro Feltscher. Er und Arnold Schlauri sind aber überzeugt: Die Anstrengungen der letzten elf Monate haben sich gelohnt. Denn das neue Zentrum ist mit dem früheren nicht mehr zu vergleichen: in Sachen Helligkeit (Bodenbelag, Gipsdecke mit Leuchten und Oberlichtern mit Tageslicht), bezüglich räumlicher Verhältnisse (grosszügige Flächen), aber auch im Hinblick auf die Energieeffizienz (Minergiestandard, Tagblatt vom Samstag).

Zusätzlicher Eingang geschaffen

Herzstück des Einkaufszentrums, in das inklusive Migros derzeit zehn Läden eingemietet sind, ist die Mall. Ein zusätzlicher Eingang wurde für Anwohner im Rebgarten geschaffen, der Zugang von der Bahnhofstrasse her wurde attraktiver gestaltet. Im Migros-Markt selbst folgt die Produktepräsentation Erkenntnissen aus der Hirnforschung: zuerst Brot, Früchte und Gemüse, dann Molkerei und Fleisch. «Damit wird der Tagesablauf vom Frühstück bis zum Mittagessen nachempfunden», sagt Sandro Feltscher. Ausgebaut wurden der Convenience/Fertiggerichte-Teil, die Getränkeabteilung, der Tiefkühlbereich sowie das Angebot von Hygiene- und Kosmetikprodukten. Kleiner ist die Oberbekleidungs-Abteilung. «Generell haben wir das Ziel breiter Gänge verfolgt», so Feltscher. Erstmals im Einsatz im Gebiet von Migros Ostschweiz sind Wägeli speziell für ältere Menschen, die leichter zu führen sind.

Neukunden anziehen

«Am Schluss zählt das Werk», sagt Arnold Schlauri zu den Beeinträchtigungen während der Bauzeit, verbunden mit einem Dank an Mitarbeitende und Kunden. Die Gesamtinvestitionen: 22,5 Millionen – die Migros zahlt etwas mehr als die Hälfte, den Rest die Gebäudeeigentümerin Axa Leben. Die Verantwortlichen hoffen, dass nicht nur jene Kunden den Weg zurück in die «Hubzelg» finden, die während des Umbaus abgewandert sind: Auch Neukunden sollen angezogen werden. Zudem sollen jene paar Flächen, die noch frei sind, besetzt werden. Obwohl das Umfeld für neue Läden in Romanshorn nicht einfach sei, sei er zuversichtlich, dass das gelingen werde, so Arnold Schlauri.

Dank Oberlichtern hell und freundlich: Die neugestaltete Mall des Einkaufszentrums Hubzelg. (Bilder: Reto Martin)

Dank Oberlichtern hell und freundlich: Die neugestaltete Mall des Einkaufszentrums Hubzelg. (Bilder: Reto Martin)

Eine der Zugangsmöglichkeiten: Rollbänder.

Eine der Zugangsmöglichkeiten: Rollbänder.

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