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Grosse Bühne für kleine Dorfschule

Die Kesswiler Erst- und Zweitklässler mit Lehrerin Mariella Brändle haben heute zum Abschluss der Ostschweizer Schultheatertage in der St. Galler Lokremise nochmals einen grossen Auftritt. Mindestens ebenso stolz wie die Schüler sind deren Eltern.
Markus Schoch
Die Kesswiler Kinder haben ein Theaterstück zum Thema Netz einstudiert. (Bild: pd)

Die Kesswiler Kinder haben ein Theaterstück zum Thema Netz einstudiert. (Bild: pd)

KESSWIL. Kesswil ist ein kleines Dorf mit einer kleinen Primarschule. Doch heute Freitag steht dieses kleine Dorf mit der kleinen Primarschule für einmal im Scheinwerferlicht.

Zum Abschluss der Ostschweizer Schultheatertage dürfen die Erst- und Zweitklässler von Mariella Brändle ihr Stück mit dem Namen «Spinnsch?!» in der St. Galler Lokremise präsentieren – als Vertreter des Thurgaus. Ebenfalls dabei sind zwei Klassen aus Wil und Goldach. Das Trio soll «die Vielfalt von Schultheater abbilden», schreiben die Organisatoren.

«Unseren eigentlichen grossen Auftritt hatten wir letzte Woche in Weinfelden», sagt Lehrerin Mariella Brändle. Auf diesen Tag hätten sie seit letztem Herbst hingearbeitet, und dort sei auch Gelegenheit für den Austausch mit drei anderen Klassen gewesen. «Aber sicher: Es ist ein Kompliment, dass wir unser Stück jetzt nochmals zeigen dürfen.»

Phantastisches Stück

Brändle macht berufsbegleitend eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Es musste sie niemand überreden, sich für die erstmals ausgeschriebenen Ostschweizer Schultheatertage zum Thema Netz anzumelden. Das Stück entwickelte sie selber mit ihren Schülern im Rahmen des normalen Unterrichts. Die Kinder beschäftigten sich im Rahmen der Realien mit Netzen, sie machten Sprachübungen dazu oder schrieben Geschichten. «Es war zeitintensiv, aber es hat sich gelohnt», findet Brändle rückblickend. «Die Kinder haben begeistert mitgemacht.»

Mindestens ebenso begeistert vom Projekt sind die Eltern der Schüler. Nadine Badertscher, die Mutter von Stefanie, ist voll des Lobes für Mariella Brändle. «Es ist ihr wunderbar gelungen, die Kinder für das Theaterspielen zu gewinnen, dadurch ist ein phantastisches Stück entstanden.» Mit dem Auftritt in St. Gallen gehe ein grosser Wunsch ihrer Tochter in Erfüllung. «Ich freue mich riesig für alle Beteiligten.»

Nicole Böttger, die Mutter von Anne, sagt: «Die Neugier der Kinder für ein solches Theaterstück zu wecken, ist sicher nicht schwer.» Zum Erfolg brauche es aber viel Engagement und Kreativität. «Wir Eltern sind sehr stolz auf das Erreichte und drücken nun ganz fest die Daumen für die Abschlussveranstaltung.»

Viel Einfühlungsvermögen

Silvia Frey, der Mutter von Leo, hat besonders gefallen, dass die Kinder in den Vorbereitungen improvisieren und ihre eigenen Einfälle spielerisch umsetzen durften. «Mit viel Einfühlungsvermögen hat es Mariella Brändle mit ihrer Klasse geschafft, aus den Ideen eine kurzweilige, unterhaltsame und authentische Vorstellung zu spinnen.» Mit grossem Stolz hätten die Kinder dann ihr ganz eigenes Theater präsentiert.

Kathrin Schuppisser, die Mutter von Benaja, ist beeindruckt, wie es gelungen ist, «mit sparsamen Hilfsmitteln und dezenter Farbgebung ein ausdrucksstarkes, spannendes Theater auf die Bühne zu bringen». Es sei ein Erlebnis zu sehen, wie sich die Kinder in ihren Rollen wohl fühlten. «Nicht wenige sind über sich hinausgewachsen.»

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