Grösseres Interesse am Militärgut der Region

Der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen zählt neu über 300 Mitglieder. An der neunten Generalversammlung in der Kaserne Bernrain berichtete der Präsident von einem erfolgreichen Vereinsjahr. Als Gastredner stand Brigadier Daniel Lätsch am Rednerpult.

Desirée Müller
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Brigadier Daniel Lätsch. (Bild: Desirée Müller)

Brigadier Daniel Lätsch. (Bild: Desirée Müller)

KREUZLINGEN. Wie an der letzten Generalversammlung erhofft, wurde die 300er-Grenze der Mitglieder des Vereins Festungsgürtel überschritten. Ebenfalls nahm das Engagement der Mitglieder zu. So konnten an den Arbeitstagen bis zu 25 Männer gezählt werden, welche sich um das historische Militärgut der Region sorgten. «Als wir vor einigen Jahren Bunker-Göttis suchten, war kein Interesse zu erkennen. Letztes Jahr nahmen wir uns dem Thema nochmals an, und alle Bunker fanden innerhalb einer Woche einen Götti», erzählte Kassier Urs Siegfried erfreut. Die Paten sorgen dafür, dass die Bunker von Graffiti, Moos und einmal sogar einer kleinen Hanfplantage und Grillstelle auf dem Dach befreit werden. Mit einer Ansprache von Präsident Josef Bieri wurde Erich Bühlmann, welcher von Anfang an den Verein unterstützte, geehrt und verabschiedet.

Spezieller Film für den Verein

Als Überraschung wurde nach den Neu- und Ersatzwahlen des Vorstandes und des Revisors ein Film von Ernst Hofstetter vorgestellt, welcher für den Verein erstellt wurde. Dieser zeigt den Kalten Krieg in eindrücklichen Bildern und Infos, die auch für Schulklassen verständlich sind.

Später trat Brigadier Daniel Lätsch ans Rednerpult: Er ist promovierter Historiker und war bis 2011 Direktor der Militärakademie an der ETH Zürich. Seit Januar ist er Kommandant der Generalstabsschule in Luzern. Mit dem Thema «Unsere Milizarmee auf dem Weg in die Zukunft» zeigte er auf, wie wichtig die Freiwilligenarbeit ist.

Wenig Vertrauen in die Armee

Bei einer Umfrage sei das Vertrauen in die Armee angezweifelt worden. So glauben nur 35 Prozent der Schweizer, dass die Armee das Land vor Terroranschlägen schützen kann. 87 Prozent finden es gut, dass diese bei Umweltkatastrophen helfen kann.