Grenzüberschreitende Kritik an Lago-Parkhaus

Gegen den geplanten Ausbau des Lago-Parkhauses in Konstanz machen Anwohner und Umweltverbände, darunter auch der VCS, mobil.

Ralf Baumann
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Konstanz. Der Konstanzer Gemeinderat hat mit einer Stimme Mehrheit für eine Erweiterung des Lago-Parkhauses von derzeit 710 auf über 950 Stellplätze gestimmt. Ein grenzüberschreitendes Bündnis aus deutschen und Schweizer Umweltverbänden sowie Anwohnern der Wiesen- und Bodanstrasse will das Vorhaben aber stoppen – notfalls auch mit einer Klage. Um juristisch gewappnet zu sein, hat der Verkehrsclub der Schweiz, kurz VCS, bei einer Stuttgarter Kanzlei eine 20seitige Stellungnahme in Auftrag gegeben, welche am Donnerstag in Konstanz vorgestellt wurde. Demnach verstösst die Parkhaus-Erweiterung gegen die Baunutzungsverordnung, gegen Umweltgesetze sowie gegen gültige Beschlüsse zur Verkehrsplanung der Gemeinden Kreuzlingen und Konstanz. «Zudem werden Lärm- und Abgasgrenzwerte überschritten», fasst Günter Schäfer, Sprecher der Konstanzer Initiative «Das bessere Verkehrskonzept» zusammen. «Noch mehr Individualverkehr in der Konstanzer Innenstadt führt zum Verkehrskollaps beidseits der Grenze.»

Wolfgang Schreier vom VCS sagte, es müsse noch mehr Autoverkehr auf andere Verkehrsarten verlagert werden. In Städten wie Zürich oder während des Kreuzlinger Seenachtfestes sei dies jetzt schon möglich. Der VCS will klageberechtigte Anwohner in Konstanz und Kreuzlingen juristisch und finanziell unterstützen. Es ist das erste Mal, dass die VCS Sektion Thurgau grenzüberschreitend tätig wird. Eine Klage soll allerdings das letzte Mittel sein.

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