Gotteslohn aufpoliert

Noch nie hat er etwas gewonnen, weder in einem Malwettbewerb noch im Lotto, sagt Kaspar Hug (64). Doch kürzlich winkte dem früheren Präsidenten der Arboner Weihnachtsausstellung (Arwa) gleich das doppelte Losglück.

Max Eichenberger
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Noch nie hat er etwas gewonnen, weder in einem Malwettbewerb noch im Lotto, sagt Kaspar Hug (64). Doch kürzlich winkte dem früheren Präsidenten der Arboner Weihnachtsausstellung (Arwa) gleich das doppelte Losglück. Nicht bei der Lotterie, nicht beim Ballonflugwettbewerb – auch nicht bei der Tombola der Kleintierausstellung.

Ausgerechnet bei der Arwa war Hug das Losglück hold. Ein Schelm, wer da falsche Gedanken spinnt! «Erstens hätte ich mir verbeten mitzumachen, hätte ich noch dem OK angehört», beteuert der Glückspilz. Bisher habe er sowieso nach seinem Ausscheiden aus der Arwa-Crew die Ausstellung mit nicht wenigen Batzen alimentiert, die er regelmässig für Nieten habe liegen lassen.

Da erreichte den Verdutzten brieflich die Nachricht, dass beim Wettbewerb der Gastregion Altamura sein Talon neben neun weiteren unter den tausend eingeworfenen gezogen worden sei. Dies verbunden mit einer Einladung in den Frohsinn zu einem reichhaltigen Apéro. Mit Hug sassen weitere neun Gewinner zu Tische. Servicefachangestelle Lyilya Gall zog als Gücksfee einen Talon nach dem anderen blind aus dem silbernen Sektkübel – vom zehnten bis zum zweiten Preis. «Dann sagte ich zu meiner Frau Ruth: Du, da bleiben ja nur noch wir übrig!» Nun kann Kaspar Hug mit ihr eine Rundreise im Wert von 3000 Franken nach Apulien antreten. Neun Jahre habe er sich für Gotteslohn engagiert – «jetzt ist das so etwas wie ein verspäteter Zahltag», lacht er. Sohn Domenik, Angestellter bei der Steuerverwaltung, vermochte Vaters Vorfreude mit seiner Bemerkung kaum zu trüben, der Gewinn werde womöglich noch steuerwirksam.

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